Archiv



  27.10.2005  15:58   +Feedback

Demonstriert für das Existenzrecht Israels! Am Samstag den 29. Oktober

In Berlin ab 12.00 Uhr Schlüterstr. zwischen S-Bahn und Kantstr.

Seit gestern bekannt wurde, dass Ahmadinejad zur Vernichtung Israels aufgerufen hat, ist es noch viel wichtiger geworden hinzugehen. Also Berliner, gebt euch eien Ruck.

Ahmadinejad hielt seine ekelhafte Hassrede vorgestern auf einer Konferenz in Teheran mit dem Titel "Eine Welt ohne Zionismus" gehalten. Der iranische Präsident sprach bei der Konferenz über den Krieg zwischen der islamischen Welt und dem Westen, wobei Israel als Pflock des
Westens in der islamischen Welt fungiert. Er äusserte seine Hoffnung auf die
Zerstörung Israels: "Der historische Krieg reicht hunderte von Jahren zurück. Manchmal hat der Islam gewonnen, manchmal hat niemand gewonnen ..." "Jeder, der die Existenz des unrechtmässigen zionistischen Regimes anerkennt, erklärt damit die Kapitulation der islamischen Welt. ... "
"Auch wer unter dem Druck der Hegemonialmächte oder auf Grund eines falschen Verständnisses der Sachlage das zionistische Regime anerkennt, wird im Feuer der unversöhnlichen Wut der Umma [Gemeinschaft der Muslime] verbrennen." "[...] Es gibt aber keinen Zweifel, dass die neue Welle, die in Palästina begonnen hat und den hohen Stand von Moral und Wachsamkeit in der islamischen Welt bestens ergänzt, sich darum kümmert, dass die Mitte der islamischen Welt von dem Schandflecken Israel gesäubert wird. [...] Wir müssen aber auf die Verführungen durch die arroganten hegemonialen Mächte achten. Seit über 50 Jahren üben die Führer der Weltarroganz [USA] Druck auf die islamischen Staaten aus, damit diese die falsche Existenz des Staates Israel anerkennen."

Wer nicht im Berlin wohnt, kann Protestbriefe an folgende iranische Institutionen in Deutschland schicken:


Botschaft Iran, Podbielskiallee 65-67, 14195 Berlin
Generalkonsulat Iran, Raimund str. 90, 60320 Frankfurt a.M
Generalkonsulat Iran, Bebelallee 18, 22299 Hamburg


Aachen
* Kulturzentrum Rahaward
Telnr- Fax: (0241) 513862
* Kulturforum Iran-Afghanestan (Hirmand)
Drittewelthaus/Ander schanz 1
_____

Berlin
* Iranischer Kulturverein DEHKHODA
Albrecht-Achiles-Straße 65
U-Bahn Adenauerplatz
durch den Hof, 1.Etage, Saal 1001/2
* Kulturhaus Nima
Torstr. 216
U-Bhf Oranienburger Tor
* Verein iranischer Flüchtlinge in Berlin e. V.
Stresemannstr. 128
Tel: (030) 20290463 Fax: (030) 20290436
* Iranische Geselschaft für Freiheit und Demokratie
c/o Liga zur Verteidigung der Menschenrechte
Dahlmannstr. 31
Tel: (030)32705522-24
Fax: (030)7421395 auch Tel
_____

Bonn
* Iranische Schule
Dreholzstr. 18
Tel: (0228) 343953
_____

Göttingen
* Iran Solidaritätsverein e.V.
Hagenweg 2
Telnr : [Fax] (0551) 631587
_____

Hamburg
* Iranischer Schulverein e.V.
Tel: (040) 4014010
_____

Hannover
* Iranische Bibliothek in Hannover
Am Judenkirchhof 11 C
Tel: (0511) 714544
* Iranischer Kulturverein (BIDARI)
Oberstr. 10
Tel: (0511) 1690511
_____

Karlsruhe (baden)
* Iranisches Kulturzentrum e.V.
Kaiserallee 12 d
Tel: (0721) 856228
_____

Köln
* Iranisch-Deutscher Frauenverein
Gellertstr. 45
Tel: (0221) 2941343
* Kulturhaus Iran
Im Sionstal 25.
Tel: (0221)3318218
* Iranische Flüchtlingskinderhilfe e.V.
Ehrenstr. 81
Tel: (0221) 5102463
_____

Königstein im Taunus
* Iranische christliche Gemeinde Neue Bund
Wiesbadener Str. 170
Tel: (06174) 297999
_____

Mainz
* Deutsch-iranischer kunst und kultur verein
uni mainz staudingerweg 15
Tel: (06131) 320799
_____

München
* Persische Bibliothek e. V.
Goethestr. 30
Tel: (089) 53819259
_____

Wiesbaden
* Iranischer Freizeitverein e.V.
Hermannstr. 3
Tel: (0611) 9450239



Dokumentation des Demonstrationsaufrufes:

Gemeinsam gegen politischen Islam und Antisemitismus!

Aufruf gegen den internationalen "Al-Quds-Tag" am 29. Oktober 2005

Im Jahr 1979 rief Ayatollah Khomeini dazu auf, am letzten Freitag im Ramadan für die „Befreiung“ Jerusalems (Al-Quds) und die Vernichtung Israels zu demonstrieren. Auch dieses Jahr rufen die iranische Regierung und khomeinitreue Islamisten weltweit zu Demonstrationen auf: in Teheran und im Libanon, in Berlin und London, in Toronto und Jakarta. Der Al-Quds-Tag schürt antisemitischen Hass und dient der Machtsicherung der islamistischen Diktatur im Iran und ihrer weltweiten Anhänger. Die Unterzeichnenden haben unterschiedliche Positionen im Nahostkonflikt, aber wir protestieren gemeinsam gegen diesen internationalen Propagandatag des politischen Islam!

Seit 1995 findet auch in Berlin eine zentrale Demonstration zum Al-Quds-Tag statt, in diesem Jahr voraussichtlich am Samstag, dem 29. Oktober. Anfangs wurde mit Parolen wie „Tod Israels“ direkt die Auslöschung des jüdischen Staates gefordert. Nachdem öffentlicher Protest dagegen laut wurde, versuchen die Veranstalter, ihre Absichten durch neutralere Slogans zu tarnen. Der Al-Quds-Tag ist aber keine „friedliche Demonstration gegen Israel“, sondern ein Ausdruck blanken Hasses. Er ist die öffentliche Manifestation eines als Kritik an der israelischen Politik getarnten Antisemitismus und zugleich ein Angriff gegen universalistische Werte wie Freiheit, Gleichheit und Emanzipation.

Durch die Ideologie des politischen Islams verbreitet sich Antisemitismus in der muslimischen Alltagskultur. Zielgerichtet werden Kinder und Jugendliche indoktriniert. Antisemitismus ist jedoch nicht der einzige Ausdruck islamistischen Feindbild-Denkens. Andere Formen dieser totalitären Geisteshaltung sind Geschlechterapartheid und sexuelle Diskriminierung mit ihren verschiedenen Aspekten – Homophobie, Ehrenmorde, Steinigungen. Erst kürzlich wurden zwei Minderjährige im Iran aufgrund ihrer sexuellen Neigung zum Tode verurteilt und erhängt. Zurzeit findet in Berlin das Verfahren gegen die drei Brüder Hatun Sürücüs statt, die angeklagt sind, aufgrund eines frauenfeindlichen Ehrenkodexes ihre Schwester ermordet zu haben. Auch diese Tat hängt mit dem Gesellschaftsmodell der Islamisten zusammen. Denn die Ideologie des politischen Islam brandmarkt selbstbestimmte Lebensformen als „gottlos“, „verwestlicht“ und „dekadent“. Er fördert damit ein gewaltbereites Klima unter jungen Muslimen auch in unserer Gesellschaft.

Sowohl das Wegschauen wohlmeinender Multikulturalisten als auch der rassistische Reflex von Abschiebeforderungen sind keine geeignete Antwort auf diese Entwicklung. Für uns heißt Bekämpfung des politischen Islam vielmehr Solidarisierung mit seinen Opfern. Die Bedrohung richtet sich gegen alle, die sich der islamistischen Gesellschaftsform widersetzen. Die Attentate von Madrid, London, Istanbul, Bali und Bagdad haben das erschreckend deutlich werden lassen. Sie zeigen zudem, wie eng die Vorstellungswelt des politischen Islam und die mörderische Tat miteinander verknüpft sind.

Wir rufen deshalb gemeinsam für den 29. Oktober zu einer Kundgebung gegen die Al-Quds-Tag-Demonstration in Berlin auf und möchten dazu anregen, auch in anderen Städten und zu anderen Anlässen, der islamistischen Propaganda engagiert entgegenzutreten.

Mehr Informationen hier:
http://www.gegen-al-quds-tag.de/

Permanenter Link


Zurück zur Blog-Ansicht (ältere Beiträge)

Zum aktuellen Blog von Die Achse des Guten