Michael Miersch 25.11.2005 11:43 +Feedback
Konzernvorstände sind keine Unternehmer
Aus www.neuenachricht.de:
Auch durch ständige Wiederholungen wird man ein Vorurteil wohl nicht so schnell aus der Welt schaffen, dass viele Bürger den Unterschied von Unternehmern und angestellten Managern und mittelständischen Unternehmen und großen Konzernen nicht kennen. Ein Grund für dieses Unwissen liegt darin, dass Massenmedien, aber sehr intensiv über Großunternehmen berichten. Helfried Schmidt, verantwortlicher Redakteur des P.T. Magazins für Wirtschaft, Politik und Kultur http://www.oppt.de, rückt im aktuellen Heft seiner Mittelstandszeitschrift die Fakten zurecht.
"Was verbindet die Großunternehmen Lufthansa, BASF, Deutsche Bank, MAN und TUI", fragt Schmidt. Sie zählten im Jahr 2004 zusammen 357.020 Mitarbeiter. Ein Jahr zuvor seien es noch fast 20.000 mehr gewesen. Und obwohl ihre Umsätze fast unverändert blieben, seien ihre Gewinne um bis zu 140 Prozent gewachsen. Den Nachrichtensendungen in Fernsehen und Radio sowie den großen Printmedien waren das mehr als 3.000 redaktionelle Erwähnungen wert. Die Internet-Suchmaschine Google findet fast 50 Millionen deutsche Webseiten, die sich mit diesen Unternehmen beschäftigen, schreibt Schmidt. Der Mittelstand sei diesen Medien allenfalls eine Randglosse wert. An den Leistungen dieses Standes könne dies aber nicht liegen.
Der P.T.-Chefredakteur zieht die 2.992 Unternehmen heran, die in den letzten beiden Jahren deutschlandweit für die Auszeichnung mit dem "Großen Preis des Mittelstandes" nominiert wurden: "Gemeinsam beschäftigen diese 2.992 kleinen und mittleren Unternehmen 356.364 Mitarbeiter, nur unwesentlich weniger als die oben genannten fünf Großunternehmen. Im Gegensatz zu diesen haben sie aber allein im letzten Jahr 24.839 neue Arbeitsplätze geschaffen. Sie verzeichnen ein Fünf-Jahres-Wachstum von 31 Prozent bei Arbeitsplätzen, 37 Prozent bei Ausbildungsplätzen und 42 Prozent beim Umsatz." …
…Wenn Politiker in Talkshows von egoistischen "Unternehmern" fabulieren, die satte Gewinne erwirtschaften und trotzdem Arbeitsplätze abbauen, meinten sie selten Unternehmer, sondern Konzernmanager der Deutschen Telekom, Deutschen Bank oder von Daimler Chrysler. "Mit diesem semantischen Etikettenschwindel schüren die politischen Meinungsführer die Ressentiments gegen das Unternehmertum", kritisiert Lange. Vorstände von Dax-Konzernen seien keine Unternehmer und auch keine Eigentümer. Davor warnte 1776 schon Adam Smith, der Ur-Vater der Marktwirtschaft, in seinem wichtigsten Werk "Der Wohlstand der Nationen": Man dürfe Führungskräften nicht "das Geld anderer Leute" anvertrauen, weil "Nachlässigkeit und Verschwendung" unabwendbar seien, wenn sich Unternehmen zu Kapitalgesellschaften zusammenschließen würden. Das Privateigentum sei für Etatisten und Konzernvorstände Spielball ihrer egoistischen Machtinteressen…
Zum kompletten Artikel:
http://www.neuenachricht.de/
Dort scrollen bis zum Beitrag vom 24.11.2005 11:53 und Überschrift anklicken.
