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  01.-1.2005  29:01   +Feedback

Deutscher Bildungsbeauftragter arbeitet für eine pro-terroristische Webseite

Von VoKo Christian J. Heinrich (gekürzt von mm)

Ludwig Watzal, ein führender Vertreter der wichtigsten demokratischen Bildungsinstitution in Deutschland, der Bundeszentrale für politische Bildung, veröffentlicht wiederholt Artikel auf einer pro-terroristischen Webseite, der »antiimperialista.com« und arbeitet für deren Internetmagazin »Intifada«.

Herausgegeben wird die Webseite »antiimperialista.com« von Europas militantester antiimperialistischer Gruppe, der »Campo Antiimperialista«. Sowohl die Gruppe als auch die Webseite verherrlichen den Terrorismus gegen Amerika und Israel als „legitimen Widerstand“. Aufgrund „terroristischer Aktivitäten“ verbot und sperrte das »US Department of Homeland Security« die Webseite. In Deutschland ist sie noch online, ungeachtet der offenen Unterstützung für Terroristen und der Billigung wahlloser terroristischer Akte gegen Zivilisten, die heroisierend als »legitimer bewaffneter Widerstand« dargestellt werden. Mit dem Ziel radikale Islamisten und terroristische Gruppen in Israel und dem Irak zu verbinden, unterstützt die Webseite diese Gruppen »politisch und materiell« in ihrem »Kampf gegen Israel und Amerika«. Die Webseite fordert »Solidarität mit der Hamas«, die Zerstörung des »sogenannten Staates Israel« und »Solidarität mit der Hizbullah«. Unter dem Slogan: »10 Euro für den irakischen Widerstand« wird auch Geld für irakische Terroristen gesammelt.

Watzals politische Nähe zur Gruppe »Campo Antiimperialista« geht aus jedem der insgesamt sechs Artikel hervor, die er dort bislang veröffentlichte, so fragt er dort »Steht den Palästinensern eine neue Vertreibung bevor?« oder auch »Gibt es ein legitimes Widerstandsrecht gegen eine langanhaltende brutale Militärbesatzung?«, und warnt vor einer israelischen Elite, die »bereit ist, konventionelle und nicht-konventionelle Maßnahmen bis zum Einsatz von Atomwaffen zu ergreifen.« Israel ist in seinen Augen »eine wildgewordene Kolonialmacht« und er stellt fest: »…Ursache des palästinensischen Terrorismus ist nicht die Gewalt und der Terror der Palästinenser, sondern die brutale israelische Okkupation.« (Intifada/antiimperialista.com, Jan. 2003). Er glaubt außerdem an eine »Israelisierung der Welt« und verbreitet antiamerikanische und antiisraelische Verschwörungstheorien. Alle seine Artikel auf dieser pro-terroristischen Webseite sind von ihm persönlich autorisiert.

Hauptberuflich ist Ludwig Watzal für die Bundeszentrale für politische Bildung tätig. Diese Bundeszentrale ist Deutschlands wichtigste Bundeseinrichtung in Sachen politischer Bildung. Mehrfach wurde sie über Watzals Aktivitäten informiert. Vertreter des Innenministeriums aber auch der Direktor der Bundeszentrale für politische Bildung selbst, Thomas Krüger, haben bis jetzt Watzals Aktivitäten für die extreme Linke und für pro-terroristische Gruppen heruntergespielt und jede Kritik abgewehrt. Praktische Konsequenzen gab es nicht.

Doch nicht nur im linksextremistischen Umfeld agiert Watzal offen anti-israelisch. Im Rahmen seiner Tätigkeit für die Bundeszentrale arbeit Watzal als Redakteur der Zeitschrift „Das Parlament“. Trotzdem Thomas Krüger Anfang 2005 mehrfach erklärte, Watzal dürfe sich zu Israel nicht mehr äußern, schrieb sein Mitarbeiter erst im August wieder einen entsprechenden Artikel in „Das Parlament“.

Ein anderes Forum für seine Aktivitäten bietet ihm die linke Wochenzeitung „Freitag“. Dort hatte Watzal u.a. das antisemitische Machwerk von Israel Shamir „Blumen für Galiläa“ unter dem Titel „Die echten und die falschen Juden“ positiv besprochen. Im Kommentar „Öffentliche Hinrichtung von Scheich Ahmed Yassin“ über den „Terroranschlag auf Scheich Yassin“ würdigte Watzal zudem die Hamas als „soziale Bewegung“ und spekulierte, ob Israel als „Atommacht Angst vor einem spastisch Gelähmten“ haben müsse.

In einem Artikel über „Haim Sabans Geschäfte in Deutschland“ stellte er die Frage: „Was haben Michel Friedman, Michael Wolffsohn und Haim Saban gemeinsam?“ Seine Antwort: Israel. In einem Beitrag für das DeutschlandRadio steigerte sich Watzal noch und sprach in diesem Zusammenhang von „Holocaust-Industrie“. In diesem Radiobeitrag benutzte Watzal die typischen antisemitischen Klischees vom »jüdischen Kapital« und »jüdischer Macht«, sagte Juliane Wetzel vom Zentrum für Antisemitismusforschung der Berliner Technischen Universität (zitiert in: Rassismus-Vorwurf gegen DeutschlandRadio Berlin, in: „Die Welt“, 30. Sept. 2004).

Auch unabhängig von dem evidenten Vorwurf, Watzal unterstütze und arbeite für eine pro-terroristische Webseite, ist er seit langem als radikaler »antizionistischer« Aktivist bekannt; mehrfach wurde ihm begründet Antisemitismus vorgeworfen. Doch bis zum heutigen Tag hatten weder seine Hetzreden und demagogischen Texte, noch seine Aktivitäten für die radikale antiimperialistische Gruppen "Campo Antiimperialista" und "Linksruck" berufliche Konsequenzen.


Informationen über die pro-terroristische Website www.antiimperialista.com

Herausgegeben wird die Webseite »antiimperialista.com« von Europas militantester antiimperialistischer Gruppe, der »Campo Antiimperialista«. Aufgrund „terroristischer Aktivitäten“ verbot und sperrte das »US Department of Homeland Security« die Webseite. In Deutschland ist sie noch online.

Auf antiimperialista.com wird beispielsweise Solidarität mit der Hamas gefordert, um sich dem „Terror“ eines „auserwählten Volkes“ entgegenzustellen. Den „unmenschlichen Feind“ sollte auch mit „Märtyrer-Operationen“ bekämpft werden und der „Zionismus zerschlagen“.

Artikel vom Sep. 12, 2003: Solidarity with Hamas
http://www.antiimperialista.org/view.shtml?category=9&id=1063373166&keyword

Artikel vom Mar. 28, 2005: Hände weg von Hizbullah, der einzigen Garantie für Demokratie!
http://www.antiimperialista.com/view.shtml?category=2&id=1112003179&keyword

Artikel vom Sep. 24, 2004: Intifada Nr. 17
Interview mit Hülya Sekerci, Özgür Der
http://www.antiimperialista.org/view.shtml?category=31&id=1096002762&keyword

Artikel vom Sep. 17, 2003: Spendet 10 Euro für den irakischen Widerstand!
http://www.antiimperialista.org/view.shtml?category=2&id=1063797903&keyword

Artikel vom Nov. 24, 2004:
Solidarität mit dem irakischen Volk und seinem legitimen Widerstand!
http://www.antiimperialista.com/view.shtml?category=2&id=1101310831&keyword

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