Hannes Stein 29.11.2005 15:32 +Feedback
Wie viele tote Zivilisten im Irak?
Hier ist eine sorgfältige statistische Analyse der Zahl der Kriegsopfer im Irak -- sowohl der unmittelbaren Kriegshandlungen im Frühjahr 2003 als auch der nachfolgenden Besatzungsphase.
Das Resultat: Es ist eine Phantasiezahl, wenn von 100,000 Opfern gesprochen wird. Die wahre Zahl beträgt ein gutes Viertel davon. Die überwiegende Mehrheit dieser ca. 26,000 Toten wiederum sind junge Männer, es handelt sich also -- für Zivilopfer ungewöhnlich -- nicht um einen Querschnitt durch die irakische Bevölkerung. (Die Zahl der getöteten Frauen und Kinder ist gering.) Daraus kann man schließen: In der "zivilen" Opferzahl steckt immer noch ein hoher Prozentsatz von Kombattanten, die halt keine Uniform trugen.
Groß ist die Zahl der Iraker, die von den so genannten "Aufständischen" um Abu Musab el-Zarqawi getötet wurden. Aber auch hier haben wir es, statistisch gesehen, mit 94 Prozent weniger Menschen zu tun, als im Durchschnitt unter Saddam umgebracht wurden. Anders gesagt: Die US-Army hat den Irakern ein mörderisches Regime vom Hals geschafft, und sie unternimmt statistisch relevante Anstrengungen, um die Zivilbevölkerung zu schönen. Dies in einem "low intensity conflict", der sich zu nicht unwesentlichen Teilen in urbanen Gebieten abspielt -- und gegen einen Feind geführt wird, der keine Zurückhaltung durch Kriegsregeln akzeptiert.
In den vergangenen Wochen war häufig von "Respekt" die Rede. Wie wäre es mit ein wenig Respekt für diese Zivilisationsleistung?
http://www.logictimes.com/civilian.htm
