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  01.00.2006  18:00   +Feedback

Abi allein zu Haus

Mein alter Freund Abi Melzer, der größte Verleger aller Zeiten (GRÖVAZ), hatte für den 20.1. zu einer antizionistischen Freak-Show mit seinen beiden Starautoren Rupert Neudeck (Grünhelme e.V.) und Hajo Meyer (Eine andere jüdische Stimme) eingeladen. Und er freute sich so sehr auf diese Veranstaltung, daß er vollkommen die Contenance verlor und in diesem Zustand auch eine Einladung an Sacha Stawski schickte:

= From: abrahammelzer@freenet.de
Sent: Saturday, January 14, 2006 8:08 PM
To: info@honestly-concerned.org
Subject: Hajo Meyer Rupert Neudeck

Hall Herr Stawski,
ihr unsympathisches Gesicht und ihr blödes Grinsen hat mir neulich so gut gefallen, daß ich Sie persönlich zu unserer Veranstaltung am 20.01.2006 im Dominikaner Kloster in Frankfurt (19.00 Uhr) einladen möchte. Meinetwegen können Sie wieder ihre ganze Mischpoche mitbringen, wenn diese sich ruhig und gesittet benimmt. =

Übei die bekannte "Mischpoche", die sich weder ruhig noch gesittet benehmen kann, haben sich in Deutschland zuletzt der "Stürmer" und andere Qualitätszeitungen vor 1945 lustig gemacht. Bei Abi wirkt der Rekurs besonders komisch, da er für seine Neigung zu cholerischen Ausfällen bekannt ist. Selbst nicht unbedingt das Ebenbild von George Clooney oder Johnny Depp legt er an andere strenge ästhetische Maßstäbe an. Das zeugt, immerhin, von einem gesunden Selbstbewußtsein.

Adolf Diamant, ein älterer Frankfurter Jude, der es an Selbstbewußtsein mit meinem alten Freund Abi, dem größten Verleger alle Zeiten, aufnehmen kann, griff daraufhin zum Telefon und rief beim Evangelischen Regionalverband um, um anzufragen, ob man dort den berühmten Autor Hajo Meyer und dessen Hauptwerk ("Das Ende des Judentums") kennen würde. Nach dem Telefonat war man beim Evangelischen Regionalverband schlauer und schrieb einen Brief an Abi, in dem es u.a. hieß: "Diverse publizierte Äußerungen Herrn Meyers... spiegeln in keiner Weise die Meinung des Evangeliscfhen Regionalverbandes wieder und werden von uns strikt abgelehnt. Des weiteren stehen unsere Räumlichkeiten für die Verbreitung derartiger Äußerungen nicht zur Verfügung..."

Worauf mein alter Freund Abi, wie es so seine herzlich-impulsive Art ist, ein wenig ausrastete und einen Brief an Adolf Diamant schrieb. Darin heißt es:

"Sehr geehrter Herr Diamant,
durch Ihre Verleumdung unseres Autors Dr. Hajo Meyer beim Evangelischen Regionalverband ist uns der Veranstaltungsraum kurzfristig gekündigt worden.
Wir machen Sie dafür verantwortlich.
Wir sind nun gezwungen, einen anderen Raum zu mieten, der wesentlich teurer ist. Die Preisdifferenz werden wir bei Ihnen einfordern.
Sie gehen hier mit Methoden vor, die Ihrem Namensvetter alle Ehre gemacht hätten: Drohung und Einschüchterung. Wir werden uns aber von Ihnen nicht einschüchtern lassen. Für die Folgen tragen Sie die Verantwortung und die Kosten.
Mit der Ihnen gebührenden Mißachtung
Abraham Melzer
Melzer Verlag GmbH"

Ja, so klingt ein Mann, der sich selbst als "stolzer Jude" charakterisiert. Wenn er stolpert, dann steht er nicht auf, sondern schaut, wer ihm schadenersatzpflichtig ist. Und wenn es ein alter Jude ist, der kurz nach 192o geboren und von seinen Eltern "Adolf" genannt wurde, dann hat der einen "Namensvetter", der sich vor allem dadurch einen Namen gemacht hat, daß er Auftritte jüdischer Antisemiten-Versteher durch Einschüchterung zu verhindern versuchte. Nun muß sich der größte Verleger aller Zeiten (GRÖVAZ) nach einem anderen Raum umsehen, um seine beiden Starautoren Neudeck und Meyer präsentieren zu können. Irgendwo in einer Ebbelwoi-Kneipe wird es ein Hinterzimmer geben, das für die Sachsenhausener Ortsgruppe der NPD zu dunkel, zu schmuddelig und zu billig ist.

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