Henryk M. Broder 07.02.2006 11:35 +Feedback
Die Mullahs schlagen zurück!
Teheran/Washington, 7. Februar (AFP) - Im Gegenzug für die
umstrittenen Mohammed-Karikaturen in westlichen Medien hat die
größte iranische Tageszeitung einen Karikaturen-Wettbewerb über den
Holocaust ausgerufen. „Die westlichen Zeitungen haben diese
gotteslästerlichen Bilder unter dem Vorwand der Pressefreiheit
veröffentlicht. Lasst uns sehen, ob sie wirklich meinen, was sie
sagen, und auch Bilder *ber den Holocaust drucken“, sagte Farid
Mortasawi von der Teheraner Zeitung „Hamschahri“. Die Zeichner der
zwölf besten Cartoons über den Judenmord unter den
Nationasozialisten sollen von „Hamschari“ mit Goldstücken belohnt
werden. Ebensoviele Karikaturen über den Propheten Mohammed waren
von der dänischen Zeitung „Jyllands-Posten“ gedruckt worden und
hatten die Welle der Empörung in der moslemischen Welt ausgelöst.
Der Gründer des Simon-Wiesenthal-Zentrums zeigte sich entsetzt über
die Pl*ne. Damit folge der Iran „der klassischen Formel von Adolf
Hitler, wonach immer die Juden schuld sind, wenn es irgendwo ein
Problem gibt“, sagte Rabbi Marvin Hier der Nachrichtenagentur AFP.
"Sie gehen nach dem Drehbuch von 'Mein Kampf' vor und folgen ihm
Kapitel für Kapitel.“ Eine iranische Zeitung hatte zuvor in ihrer
Online-Ausgabe eine Karikatur eines Teufels mit dänischer Flagge
und dem Judenstern veröffentlicht. Irans Präsident Mahmud
Ahmadinedschad hatte den Holocaust kürzlich als „Mythos“ bezeichnet
und die Verlegung des jüdischen Staates nach Deutschland,
Österreich oder Alaska vorgeschlagen. Israel müsse von der
Landkarte getilgt werden, forderte Ahmadinedschad.
