Archiv



  03.00.2006  10:02   +Feedback

"Meine Person und andere Persönlichkeiten"

Am 21.2. machten wir auf einen Text von Tobias Jaecker über Antisemitismus im akademischen Milieu aufmerksam: "Der Antisemitismus der klugen Kerle". Wenig später erschien Jaeckers Text auch bei hagalil.

http://www.jaecker.com/akademisch.htm

Worauf Ludwig Watzal eine seiner beliebten "Richtigstellungen" an hagalil schickte. Dagegen hat die Achse des Guten bis jetzt keine Post von Watzal bekommen. Das finden wir unfair und diskriminierend. Was hat hagalil, das wir nicht haben?

Wir stellen die "Richtigstellung", die Watzal an hagalil geschickt hat, online, ohne von ihm darum gebeten worden zu sein. Das sind wir einfach unseren Lesern schuldig.

= Es scheint, als gehöre es zur Profession von haGalil, diffamierende und
unseriöse Beiträge, die nirgendwo sonst das Licht der Onlinewelt
erblickt hätten, auf Ihrer Website zu veröffentlichen. So auch den folgenden
Beitrag von Tobias Jaecker, „Unter dem Deckmantel der Wissenschafts-Freiheit: Antisemitismus im akademischen Milieu“. Darin meint der Autor, heutige anerkannte Wissenschaftler in eine unsägliche antisemitische
Wissenschaftstradition stellen zu können. Seine Methode, Halbsätze, Zitat- und Wortfetzen aus dem Zusammenhang zu reißen und in sein ideologisches Konzept einzubauen, scheint unter Absolventen der Freien Universität Berlin leider in Mode zu kommen. Der Anschein von Wissenschaftlichkeit wird durch einen aufgemotzten Fußnotenapparat vorgetäuscht. Nach dieser neuen „Wissenschaftsmethode“ werden nun nacheinander
die Wissenschaftler Y. Michel Bodemann, Udo Steinbach, Rolf Hanisch,
Georg Meggle, Noam Chomsky, Willis Edmondson, meine Person u. a.
Persönlichkeiten in eine Tradition gestellt, die ihnen gewiss mehr als fremd ist.

Bei näherer Recherche klären sich auch dieses merkwürdige
„Wissenschaftsverhalten“ eines Herrn Jaecker und dessen Hintergründe
schnell auf. Der Autor hat von 1996 bis 2004 Publizistik- und
Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft und Neueren Geschichte
an der Freien Universität Berlin studiert. Er hat ein Buch „Antisemitische
Verschwörungstheorien nach dem 11. September. Neue Varianten eines
alten Deutungsmusters“ in der Reihe: Politische Theorie und Kultur
veröffentlicht. Diese Reihe wird von Hajo Funke und Lars Rensmann im LIT Verlag, Münster, herausgegeben. Ersterer ist Professor am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin, letzterer war bis 2005 sein wissenschaftlicher Mitarbeiter. Jaecker hat seine Diplomarbeit bei Funke und Rensmann geschrieben.

Lars Rensmann ist bekannt dafür, dass der andere nicht ganz korrekt
zitiert, sodass zwei Stellen in seinem Buch „Demokratie und Judenbild“
geschwärzt worden sind, oder die Unterlassungserklärung mit dem Buch fest verbunden worden ist. Um welche falschen Behauptungen es sich handelt, kann in dieser Berichtigung nachgelesen werden: http://www.freitag.de/2005/36/05360602.php

Weiteres Fragen an Rensmanns Buch „Demokratie und Judenbild“ dürften
sich durch folgende Besprechung stellen:
http://www.evstudienwerk.de/index.php?action=portrait&sub=schriftenreihen&link=holztext.html

Jaeckers Beitrag steht also in einer gewissen „Wissenschaftstradition“,
der gegenüber mehr als Skepsis angebracht ist.

http://www.antisemitismus.net/antisemitismus/deutschland/texte/akademisch.htm =

Was lehrt uns das? Alle balla, außer Ludwig!

Permanenter Link


Zurück zur Blog-Ansicht (ältere Beiträge)

Zum aktuellen Blog von Die Achse des Guten