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  04.00.2006  28:02   +Feedback

Hilfe für Abi

Auf den Text "Mein Stalker und ich" meldeten sich 21 achgut-Leser mit Ratschlägen, wie man meinen alten Freund Abi Melzer, den größten Verleger aller Zeiten (GRÖVAZ), von seiner Obsession heilen könnte. Hier die Top Five:

Nr. 5, eingeschickt von Christian J. Heinrich:
Stalker sind sehr spezielle Triebtäter, die – soviel sei im Jahre Freuds zu erwähnen erlaubt – ihre Triebenergien auf ein unfreiwilliges Objekt ihrer Lust kanalisieren. Abhilfe könnte die Rückführung dieser Triebenergien auf den Stalker selbst schaffen.
Die konkrete Idee dazu kam mir heute morgen in der Badewanne: Auf meinem neuen Shampoo der Marke „Herbal Essences“ (Chrysanthemen, Orangenblüten, Kümmel) las ich folgende Gebrauchsanleitung:
„Ins feuchte Haar einmassieren, einwirken lassen und die PURE LUST erleben… Danach gut ausspülen. Für die DOPPELTE LUST verwenden Sie anschließend die Natural Volume Pflegespülung mit Hawafena.“
Genau so machen wir das: Wir sponsern dem Abi für ein paar Euro das Shampoo plus Pflegespülung, so daß der Kerl vor doppelt-purer Lust gar nicht mehr aus der Badewanne kommt, seine Triebe nur noch gegen sich selbst richtet und in Verzückung endlos die marode Rübe massiert, spült, massiert, spült… Ein schönes Bild: Abi, selbstverliebt mit quietschgelbem Badeentchen, vor Wonne glucksend. Wer sonst wenig Freude im Leben hat, soll sie wenigstens beim Haarewaschen erleben dürfen.

Nr. 4, eingeschickt von Ralf Balke:
töpfern und malen sollen ja rein therapeutisch betrachtet wahre wunder wirken. wie wäre es also, abi melzer einen entsprechenden kurs bei dem superkünstler erhard arendt zu spendieren. für alle wäre es eine win-win-situation: der grövaz wäre beschäftigt und würde viele kleine nützliche wie dekorative dinge für den alltag herstellen, also erstmalig das gefühl entwickeln, etwas sinnvolles in seinem leben zu tun. im gegenzug könnte er ganz behutsam erhard arendt an die grundregeln der orthographie und grammatik heranführen.

Nr. 3, eingeschickt von Monika Rieboldt:
Mit verstellter Stimme Abi Melzer anrufen und behaupten, Rupert Neudeck zu sein. Melzer zum neuen Projekt "Ein Schiff für Palästina" einladen, das am nächsten Tag von Neu-Isenburg ausläuft. Doch dort befindet sich nur der Heringsfänger "Stinking Fish", der mit Melzer an Bord zu einer halbjährigen Fangtour in die antarktischen Gewässer aufbricht.
Dort wartet bereits ein moslemisches Kommando, dem erzählt wurde, daß der dänische Mohammed-Karikaturist in die Antarktis fliehen will.

Nr. 2, eingeschickt von Patrick Hitzelberger:
Schenkt dem Mann einen Hund, möglichst einen lächerlichen. Er wird
mit ihm spazieren gehen und ihm dabei die Welt erklären. Daraufhin wird
der Hund krank, und muss gepflegt werden.
Oder: Gebt für den Mann eine Kontaktanzeige bei parship.de auf. „Suche
tierliebe, absolut hirnverbrannte Kellnerin, gerne auch Antisemitin,
die sich von mir die Welt erklären lässt, und in die ich mich verlieben
kann“. Wenn das funktioniert, haben wir Hundeliebe und Sex und
Antisemitismus vereint – zwei von drei Beschäftigungen, die schon
ganz andere größte Irgendwasse vom email-Schreiben abgehalten haben.

And the winner is: Claudio Casula
Ich empfehle eine Konfrontationstherapie. So wie man jemanden mit Höhenangst auf die Aussichtsplattform eines Fernsehturmes schickt oder einen Arachnophoben in einen Container mit Spinnen steckt, muss Abi Melzer dringend mal wieder nach Israel gebracht werden, wo lauter Juden leben, die er nicht leiden kann, weil sie sich nicht dafür schämen, welche zu sein. Nebenbei kriegt er so mit, dass der Apartheidstaat, den er aus 3500 Kilometer Entfernung zu erkennen glaubt, in Wahheit ein verdammt sympathisches Land mit vielen lebensfrohen und originellen Leuten ist, die die Welt einfach nur ganz pragmatisch so sehen, wie sie ist. Und dass in Yafo und Jerusalem und Haifa und andernorts tatsächlich noch richtig viele Araber leben.
Alternativ könnte man ihn natürlich auch mit einem halben Dutzend Folgen der Soap "Sophie - Braut wider Willen" oder einer Freitagspredigt in Endlosschleife foltern, sofern das nicht gegen die Genfer Konvention verstößt.

See you in der Tiergartenquelle, Claudio!

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