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  28.09.2006  15:23   +Feedback

Ein Heide für die Oper

Im Eintrag http://www.achgut.de/dadgd/view_article.php?aid=3399&ref=0 wurde beiläufig folgende erstaunliche "Post von Wagner" an die Deutsche Oper Berlin verlinkt: http://www.bild.t-online.de/BTO/news/standards/post-von-wagner/2006/09/27/wagner.html

"Ich bin sehr froh, dass Ihr die Oper abgesetzt habt. Neben dem geköpften Mohammed auf der Bühne liegt auch der Kopf meines Gottes, der Kopf von Jesus Christus", schreibt darin FJW. "Ich frage mich, warum niemand in Deutschland meine religiösen Gefühle verteidigt. Für Jesus Christus gehen wir nicht mehr auf die Barrikaden. Mein Gott hat keine Lobby."

Komisch, was der Mann da schreibt. Nicht nur, weil ihn aufregt, dass auf der Bühne jemand symbolisch geköpft wird, der ohnehin schon längst gekreuzigt wurde - und dessen Kreuzigung und Auferstehung die Grundlegende des Glaubens ist, für den FJW "auf die Barrikaden" gehen will. Gläubig mag FJW ja sein, aber Ahnung von der Bibel hat er nicht - leider eine unter Christen verbreitete Schwäche. Denn Jesus ist nicht "Gott". Auch die Drei-Einigkeit aus Vater, Sohn und heiligem Geist ändert daran nichts. Wagners Formulierung ist im Grunde ein Verstoß gegen das 1. Gebot ("Du sollst keine anderen Götter haben neben mir") und damit gegen das Grundprinzip des Monotheismus. Wenn Jesus für ihn Gott ist, ist FJW ein klassischer Götzendiener - und für die hat der EINE Gott, der sich Moses (sowie Jesus und Mohammed) offenbarte, verdammt wenig übrig.

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