Auslese






  24.05.2013   09:28   +Feedback

Klopfzeichen aus der Welt der Sozialwissenschaften (Folge 14)

Was Framing mit journalistischer Ethik zu tun hat

Es ist vielleicht nicht gut, sich in einem Blogbeitrag, in dem es um eigentlich zeitlose sozialwissenschaftliche Methoden und Fragestellungen gehen soll, mit aktuellen öffentlichen Auseinandersetzungen zu befassen, an denen man auch noch selbst beteiligt ist, aber manchmal ist es wohl doch notwendig, und die Ereignisse, die unten beschrieben werden, eignen sich dafür, das psychologische Prinzip des „Framings“ zu erläutern, das in der Kommunikationsforschung mit Recht eine große Rolle spielt.

Der Begriff „Framing“ mag auf den ersten Blick etwas blutleer klingen, wie viele aus dem Englischen entlehnte Fachbegriffe, deren Bedeutung sich allein schon wegen der Sprachbarriere nicht intuitiv erschließt, doch er beschreibt etwas sehr Wesentliches, nämlich den Bezugsrahmen, den...

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Kategorie(n): Kultur  Wissen 

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  24.05.2013   09:21   +Feedback

Fritz Vahrenholt : Wie das UBA die Fakten verbiegt

Zu einem Zeitpunkt, an dem nun endlich auch 17 IPCC-nahe Klimaforscher (Otto et.al., Nature Geoscience, 19. Mai 2013) die Öffentlichkeit mit der aufsehenerregenden Mitteilung überraschen, dass die Klimasentivität der Klimagase, namentlich des CO2, um mehr als 50 Prozent zu hoch angesetzt ist, und sich demzufolge alle bisherigen Prognosen der anthropogen verursachten Klimaerwärmung als korrekturbedürftig erweisen, erscheint eine 123 Seiten starke Veröffentlichung des Umweltbundesamtes “Und sie erwärmt sich doch”, in der einerseits der Konsens über die IPCC Prognosen beschworen wird und andererseits die Kritik an Art und Ausmaß der Temperaturentwicklung in diesem Jahrhundert mit falschen Behauptungen, Weglassungen von Informationen und Diffamierungen der Kritiker in unerträglicher Weise behandelt wird.
Dies ist für eine...

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Kategorie(n): Inland  Klima-Debatte  Kultur 

  24.05.2013   09:11   +Feedback

Wie man beim Umweltbundesamt Klimaexperte wird

Wie die DIE WELT berichtete, streiten wir uns zur Zeit ein wenig mit dem Umweltbundesamt (UBA). Diese Behörde verteilt eine Broschüre, in der wir als unseriöse Journalisten hingestellt werden. Begründet wird das damit, dass wir klimapolitisch nicht auf Linie sind.

Netterweise nahmen uns viele Kollegen gegen den Rufmord in Schutz. Deshalb brauchen wir uns hier nicht verteidigen. Wir möchten jedoch kurz auf ein Leitmotiv dieser amtlichen Schrift eingehen. Es geht darin immer wieder um die Reputation der Skeptiker, die an den Prognosen des Weltklimarates (IPCC) und des Potsdam Instituts zweifeln. Sie seien, so heißt es, „fachfremd“ und könnten die Komplexität der Klimawissenschaft daher nicht begreifen.

Wer sich in die Klimadebatte einliest, wird schnell bemerken, dass es sowohl unter den Etablierten als auch unter den Kritikern angesehene Forscher gibt. Skeptische Professoren wie Freeman Dyson, Chris Landsea, Richard S. Lindzen, Nir Shaviv, Murry Salby, Henrik Svensmark, oder Jan Veizer gehören zur Elite ihrer Zunft. Svensmarks Hypothese vom Einfluss der Kosmischen Strahlung auf das Klimageschehen, wird derzeit am CERN überprüft und wurde bereits in Teilen bestätigt.

Zu den „Fachfremden“ gehört etwa der Schwede Nils-Axel Mörner, der die die IPCC-Prognosen zum Meeresspiegelanstieg widerlegte. Oder der Ökologe Josef H. Reichholf, der dargelegte, dass erdgeschichtliche Warmzeiten stets gut für die Artenvielfalt waren.

Wer nach der Fachkompetenz führender IPCC-Vertreter fragt, erlebt Überraschungen. Rajendra Kumar Pachauri, der Vorsitzende, ist Eisenbahningenieur. Leitautoren der IPCC-Klimaberichte waren zuvor Aktivisten bei Greenpeace. Al Gore, Guru aller Klimawarner, ist Politikwissenschaftler, Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes, Volkswirt.

Und wie ist es um die fachliche Expertise der vier Autoren bestellt, die im Impressum der Broschüre aufgeführt sind? Eine Philosophin, ein Berufsschullehrer und ein Physiker, der vor seiner Zeit beim UBA Karriere bei Greenpeace und der Lobbyorganisation Eurosolar machte. Ob die vierte Autorin Klimawissenschaftlerin ist, konnten wir leider nicht ermitteln, aber immerhin hat sie ein Buch dazu verfasst:  „Pia, Alex und das Klimaprojekt – eine abenteuerliche Entdeckungsreise.“

Erschienen in DIE WELT am 24.05.2013

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Kategorie(n): Inland  Klima-Debatte  Kultur 

Maxeiner & Miersch: Die Zukunft und ihre Feinde. Jetzt wieder da: für nur 3,50 EUR als eBook

  24.05.2013   00:01   +Feedback

Einmal SED, immer SED

Die Berliner Zeitung zum Mord an einem britischen Soldaten:
“Ein junger Mann mit einem Fleischermesser und einem Hackbeil in der blutverschmierten Hand, der einem Passanten in dessen Handycamera hinein erklärt, warum er den Soldaten, der da hinten liegt, nicht nur getötet, sondern auch noch geschlachtet hat - das war noch nicht da. Wenn die Generäle von ihren Drohneneinsätzen erzählen, wenn die Politiker es tun, dann haben sie sich die Hände gewaschen und im Hintergrund ist kein Opfer zu sehen, sondern eine Fahne.” http://www.presseportal.de/pm/100787/2478177/berliner-zeitung-zum-attentat-in-london/rss

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Kategorie(n): Inland 

  23.05.2013   21:23   +Feedback

Manipulateure vom Dienst:  Was das Umweltbundesbundesamt weglässt

Als regelmäßige Ration zur geistigen Stärkung verabreichte die SED-Führung in der DDR ihren Genossen kleine Heftchen aus der Reihe „Frage und Antwort – Argumente für die tägliche Diskussion“. Dort konnten die treuen Parteigänger nachlesen, dass Wahlen, bei denen es nichts zu wählen gab, einen bedeutenden Fortschritt gegenüber der bürgerlichen Demokratie darstellten, dass die Mauer dem Schutz des Friedens diente und der Sozialismus als wissenschaftlich überlegene Bewegung auf der Siegerstraße marschierte. Und wenn es keine Südfrüchte in den Läden gab, dann lag es daran, dass der westdeutsche Imperialismus wieder einmal die Transitpauschale für Westberlin nicht pünktlich bezahlt hatte.

Dem Umweltbundesamt (UBA) mit Sitz in Dessau kommt das Verdienst zu, das alte und längst verloren geglaubte Agitationsformat...

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Kategorie(n): Inland 

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  23.05.2013   19:09   +Feedback

“Informationsflut journalistisch nicht mehr zu steuern”

Hier kommt die Frage, welche nach einer „tödlichen Messerattacke“ viele Menschen umtreibt. Schön, dass sie uns der weltberühmte „Medienwissenschaftler Jo Groebel“ auf „NDR Info“ beantwortet:
„Nach einer tödlichen Messerattacke auf einen Soldaten in London kursieren Bilder der Tat im Internet. Fördert die digitale Revolution den Voyeurismus? NDR Info Interview mit Medienwissenschaftler Jo Groebel.“
http://www.ndr.de/info/programm/sendungen/interviews/audio160785.html

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Kategorie(n): Bunte Welt 

  23.05.2013   18:44   +Feedback

Le Métèque: Zum Tod von Georges Moustaki

Der Sänger und Komponist Georges Moustaki blieb sich auf vielen Ebenen treu. Am Donnerstag starb der Chansonnier im Alter von 79 Jahren in Nizza. Lieder wie «Le Métèque» (das Schimpfwort bedeutet im Französischen etwa «Kanake» oder «lästiger Ausländer») machten ihn 1969 international bekannt. Als solch ein «lästiger Ausländer» war der gebürtige Grieche in den 50er Jahren nach Frankreich gekommen. Das Schimpfwort und allgemeine Diskriminierung beschreiben auch Moustakis eigene Erfahrungen als Einwanderer in Paris. «Mit der Schnauze eines lästigen Ausländers, eines umherirrenden Juden und eines griechischen Hirtens», heißt es in «Le Métèque». .. In seinem Chanson «La Philosophie» sang Moustaki: «Wir haben das ganze Leben, um uns zu amüsieren. Wir haben den Tod, um uns auszuruhen.»

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Kategorie(n): Kultur 

  23.05.2013   17:15   +Feedback

Frau Beck mag es nur sachlich

sehr geehrte frau beck,
sie werden sich kaum daran erinnern, vor etwa neun jahren hatten wir miteinander im zusammenhang mit dieser geschichte kommuniziert: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-30612557.html

nun wende ich mich an sie in einer ganz anderen angelegenheit. sie gehören zu den unterzeichnern einer kleinen anfrage an die bundesregierung über importe von produkten aus israelischen siedlungen in der westbank in die EU und nach deutschland. http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/133/1713339.pdf

in der sache bin ich nicht nur ganz ihrer meinung, ich gehe noch einen schritt weiter: ich bin nicht nur dafür, produkte aus israelischen siedlungen in der westbank, also vorwiegend obst, gemüse und blumen, zu kennzeichnen, sondern auch produkte aus nicht-israelischer produktion, in denen elemente verwendet wurden, die in israel...

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Kategorie(n): Inland