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Auslese



  21.04.2014   15:58   Leserkommentare

Die Schlapphüte sind wieder da

Länger schon fragen wir uns, wie das sein kann: Je offensichtlicher die Verletzung des Völkerrechts durch Russland wird, desto lautstarker drängen die Putin-Versteher ins Rampenlicht. Nun gut, bei manchem liegen die Gründe auf der Hand. Im Fall von Gerhard Schröder bedarf es keines Rätselratens. Der Mann steht auf der Gehaltsliste eines russischen Staatskonzerns. Er würde sich illoyal verhalten, wenn er nicht versuchte, die Putin-Kritiker zu verbellen.

Auch für Joe Kaeser, den Siemens-Boss, mag es bilanzierbare Gründe gegeben haben, dem Usurpator seine Aufwartung zu machen. Weshalb aber fühlen sich freie Geister wie Helmut Schmidt oder Alice Schwarzer gedrängt für Putin propagandistisch in die Bresche zu springen? Was veranlasst Jacob Augstein Artikel zu schreiben, die sich lesen, als habe sie ihm der russische Präsident...

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Kategorie(n): Inland 


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  21.04.2014   14:44   Leserkommentare

Bayerisch für Anfänger (7) – Verklaghaferl

Der Antiraucher und die AfD

Die Bayern hängen recht gerne das „-haferl“ an Substantive oder Adjektive an. Ursprünglich ist ein Haferl schlicht ein Becher oder Gefäß wie ein Kaffeehaferl beispielsweise. In Bayern gibt es aber noch ganz andere Haferl wie das Gscheithaferl, das Gifthaferl und auch ein Verklaghaferl.

Der Anhang „-haferl“ unterstreicht, dass es sich bei der so bezeichneten Person nicht nur um einen einmaligen Aussetzer im Sozialverhalten handelt – dafür haben wir ganz andere Schimpfwörter, in denen teilweise sogar Bewunderung für den emotionalen Ausbruch mitschwingt. Ein „Sauhund“ beispielsweise klingt zwar in fremden Ohren negativ, wird aber auch respektvoll für jemanden gebraucht, der sich Obrigkeiten widersetzt. Die Bayern machen auch heute noch einen großen Unterschied zwischen Verhalten und...

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Kategorie(n): Kultur 


  21.04.2014   09:05   Leserkommentare

Essen mit Ellen (Nr.7): Erdnussflips

Ellen Daniel

Mein Sohn hat erzählt, dass seine Klassenkameradin Maria neulich in der großen Pause einen von zuhause mitgebrachten Quinoa-Salat mit Krabben und Meeresalgen gegessen hat. Hut ab vor der kulinarischen Kompetenz dieser Neunjährigen! Ohne das Mädchen zu kennen, sehe ich das Elternhaus deutlich vor mir: Eine Altbauwohnung mit Flügeltüren und Parkett. Papa klebt am Smartphone,  Mama hat noch ein Meeting und kommt später. Der kleine Bruder spielt mit einem Holzding von „Manufactum“ am Boden, während Maria im Cordsamtkleid Klavier übt.

Zu klischeehaft? Es geht noch ärger. Diese Szene habe ich tatsächlich erlebt: Was macht eine Familie, die mit Plastiklöffeln vor einer fußmattengroßen Tupperbox sitzt und Erdnussflips einschaufelt? Antwort: Mittagessen. Die Eltern hatten ihre Kinder mit dem Kontaktruf...

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Kategorie(n): Kultur 


  20.04.2014   22:51   Leserkommentare

Tagebuch der Friedlichen Revolution

Zwanzigster April 1989

In der UdSSR findet der zweite Wahlgang zum Kongress der Volksdeputierten statt. Zu den Kandidaten zählt auch der Friedensnobelpreisträger Andrej Sacharow. Damit endete eine der spektakulärsten Dissidentenkarrieren der Sowjetunion.
Schon als Wissenschaftler und Mitwirkender am sowjetischen Atomwaffenprogramm hatte Sacharow begonnen, sich gegen die Atomtests der Sowjetunion auszusprechen. Als er sich 1968 auch noch gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings durch die sowjetischen Truppen wandte, bekam er Berufsverbot. Danach wurde er zum bekanntesten Dissidenten der UdSSR und zum Leitbild für viele Oppositionelle in Osteuropa.

Im Jahre 1970 gründete Sacharow ein Menschenrechtskomitee und verlangte in einem Offenen Brief an die Regierung eine Demokratisierung der Sowjetunion. Sacharow kümmerte sich um...

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Kategorie(n): Inland 


  20.04.2014   22:37   Leserkommentare

Die Gurke, das rätselhafte Wesen

Die am 1.1.1989 in Kraft getretene Verordnung Nr. 1677/88 der damaligen Europäischen Gemeinschaft kennt mittlerweile fast jeder Hauptschüler. Es geht um die Standardisierung, Reglementierung und Festsetzung von Qualitätsstandards für Gurken – eine Verordnung, die bezüglich der akuten Frage, wie krumm eine Gurke sein darf, ohne den ästhetischen Vorstellungen der EU zuwiderzulaufen, mehr Stoff für Kabarettisten lieferte als Klarheit für die EU-Bürger. Am 1. Juli 2009 fand diese tragikomische Farce endlich ihre ewige Ruhe. Die Europäische Kommission hat ihren Rausch ausgeschlafen und setzte das bürokratische Prachtstück außer Kraft.

Wie viele von Ihnen die Verordnung überhaupt gelesen haben, kann ich nur grob schätzen: Keiner. Ich habe es gemacht. Heute gehört dieses monumentale Dokument zu meinen Lieblingslektüren,...

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Kategorie(n): Wirtschaft 


  20.04.2014   21:37   Leserkommentare

Gute Verbote, schlechte Verbote

Am Karfreitag war es wieder soweit. Ein Ritual fand statt, welches sich allerdings von Jahr zu Jahr geringerer Beliebtheit erfreut. Lediglich zehn Personen stellten sich diesmal in Frankfurt ein, um mit einem Protestzug gegen die staatlich verordneten und religiös motivierten Einschränkungen der Menschen an Karfreitag zu demonstrieren. Christian Hufgard, Pressesprecher der Piratenpartei Frankfurt und Mitinitiator der Demonstration, zeigte sich mehr als enttäuscht über die geringe Resonanz. Es ginge um weit mehr als das Tanzverbot, sagte er laut Frankfurter Rundschau. Schließlich hätte die Kirche Einfluss auf alle Menschen in Land.

Einer der zehn Demonstrationsteilnehmer pflichtete ihm bei. Als besonders bedrohlich empfand dieser, dass eine Trennung von Kirche und Staat in Deutschland nicht gegeben sei. Schon auf die Kleinsten...

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Kategorie(n): Inland  Kultur 


  20.04.2014   10:14   Leserkommentare

Ein seltsamer Kandidat

Dirk Driesang heißt der bayerische Spitzenkandidat der AfD für die Europa-Wahl (Europa-Liste Platz 11). Von Beruf ist der Mann Opernsänger und außer der AfD hat er noch zwei weitere Hobbys: Bergsteigen und Geschichte. Auf seiner Website (http://driesang.eu) veröffentlicht er Traktate über die „wahren Hintergründe“ historischer Ereignisse. Zwei seiner Lieblingsthemen sind der Erste Weltkrieg und das Leben des Dichters Gotthold Ephraim Lessing. Zu beidem hat er Erstaunliches herausgefunden.

Sowohl hinter dem Tod Lessings als auch dem Erste Weltkrieg stecken Geheimbünde. Der Dichter wurde von Freimaurern vergiftet, weil er zu viel über die Freimauerei ausgeplaudert hatte. Und der erste Weltkrieg wurde von den „Übernationalen“ entfacht. Das internationale Finanzkapital, insbesondere eine Clique angelsächsischer...

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Kategorie(n): Inland 


  19.04.2014   10:33   Leserkommentare

Exportüberschüsse kann man nicht essen

Walter Krämer

Auszug aus “Kalte Enteignung”, Campus Verlag

Wann immer man in Deutschland das Für und Wider des Euro diskutiert, findet man auf der Pro-Seite die wunderbaren deutschen Exporte aufgeführt. Im aktuellen Jahr 2014 steuern wir im reinen Warenhandel auf einen Überschuss von mehr als 200 Milliarden € zu, das ist historischer Rekord.

Aber was tun mit diesem Überschuss? Zunächst ist klar: Der internationale Warenverkehr nützt allen Beteiligten, ohne ihn wäre die Welt als Ganze heute ärmer. Er überträgt das von dem großen Adam Smith ins Rampenlicht gerückte Prinzip der Arbeitsteilung auf die internationale Ebene. Jeder macht das, was er am besten kann, die einen Autos, die anderen Schuhe, Möbel oder Käse, und dann wird getauscht. Das gilt im Kleinen wie im Großen. Wie ein anderer großer Ökonom, David...

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Kategorie(n): Inland  Ausland  Wirtschaft