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Auslese



  03.02.2016   12:30   Leserkommentare

Bedingungsloses Grundeinkommen: Eine freiheitliche Idee?

Von Johannes Richardt

In der Schweiz wird im Sommer über ein bedingungsloses Grundeinkommen abgestimmt. Auch in Deutschland findet die Idee immer mehr Unterstützer.

Inzwischen  wurde das Datum für die Schweizer Volksabstimmung über das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) bekannt. Am 5. Juni dieses Jahres dürfen die Eidgenossen darüber abstimmen, ob jeder von ihnen – vom Arbeitslosen bis zum Großunternehmer – eine gesetzlich festgelegte und für jeden gleiche existenzsichernde Zuwendung von Seiten des Staates erhalten soll.

Schon vor Jahren hatte ich mich in einem Beitrag kritisch mit Thema Grundeinkommen auseinandergesetzt. Dabei hatte ich vor allem die sich gerne visionär gebende Grundeinkommensbewegung für ihre Ambitionslosigkeit kritisiert. Bei dieser Einschätzung bleibe ich nach wie vor.

Gerade hier in...

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Kategorie(n): Inland  Politik  Wirtschaft  Auslese 


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  03.02.2016   06:30   Leserkommentare

Polen schafft das

Von Marko Martin

Anstatt eine "Eiszeit" zwischen Warschau und Berlin herbeizureden, täte ein Blick auf die ausdifferenzierte Gesellschaft jenseits der Oder gut.

Was für eine Zumutung: Zwei, drei törichte Politikerstatements, und plötzlich ist "das deutsch-polnische Verhältnis so schlecht wie nie". Weshalb der deutsche Außenminister seinen Warschauer Amtskollegen treffen muss, um danach vor einem Wald von Mikrofonen das Gegenteil bekannt zu geben – wir bleiben Freunde. Man reibt sich die Augen, freilich weniger amüsiert als zornig. Müssen es sich entwickelte europäische Gesellschaften des 21. Jahrhunderts wirklich bieten lassen, dass in ihrem Namen eskaliert und beschwichtigt wird, wobei temporär amtierende Politiker die Rolle übernehmen, die sich in alten Zeiten herumreisende Könige und Fürsten angemaßt...

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  02.02.2016   16:02   Leserkommentare

Die Skandalisierung des Selbstverständlichen

„Aber der Kaiser ist ja nackt“, ruft das Kind in Hans Christian Andersens 179 Jahre altem Märchen und dadurch fällt es den Leuten wie Schuppen von den Augen: der Kaiser hat tatsächlich keine Kleider an. Das war eindeutig vor der Zeit der modernen Massenmedien. Denn heute werden die einfachsten Wahrheiten von ungeheuren Empörungsventilatoren in Presse, Funk und Fernsehen weggepustet. Heute kann jedes beliebige Wort zu einem Unwort erklärt werden, und weil die Journalisten so viel Freude daran haben, wird auch die jährliche Wahl irgendwelcher Unwörter, die meistens gar keine sind, von vielen Medien so gross gefeiert. Die Schulmeisterei im Vokabular ist eine Art Ausgleichssport für diejenigen Kollegen, die mit der Sprache sowieso auf Kriegsfuss stehen. Lassen wir ihnen den Spass.

Aber denken wir daran, dass es ihnen vor allem...

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Kategorie(n): Auslese 


  02.02.2016   09:17   Leserkommentare

Buchtipp: “Plantagen des Blöden”

Vor gut 30 Jahren erschien ein legendäres Kompendium, Titel: „Dummdeutsch“. Sein Autor Eckhard Henscheid trat den damals gängigen Sprachquark der Werber-, Journalisten-, Politiker- oder Psychokasperszenen eloquent in eine Tonne mit der Aufschrift „wichtigmacherische Brühe“.

Doch lässt Wortmüll sich nicht nachhaltig entsorgen. Es fällt ja dauernd neuer Unrat an, dafür sorgt die labernde Klasse. Mein Achse-Kollege Alexander Wendt hat deshalb einen bunten Strauß schnittfrischer Blumen des Blöden zu einem kleinen E-Book gebunden. Den (etwa in Anwaltskanzleien) beliebten Schaumschnack „proaktiv“ kommentiert er wie folgt:

„Proaktiv und zeitnah muss Alk in disruptiver Absicht eingepflegt werden, um Businessquatsch zu ertragen.“

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Kategorie(n): Kultur  Auslese 


  02.02.2016   06:30   Leserkommentare

Dänemark: Behagen im Kleinstaat

Die Dänen fühlen sich ausgesprochen wohl in ihrem Land. Ausländische Kritik an der Ausländerpolitik ihres Landes kann daran nur wenig ändern

Dunkel, kalt und regnerisch ist es in Kopenhagen, doch unwirtlich wirkt Dänemarks Hauptstadt nicht: Aus fast jedem Wohnzimmer strahlt jetzt die charakteristische dänische Pendelleuchte, gut einsehbar für den Passanten durch die grossen Fenster, durch die sich die Backsteinwohnblocks dänischer Städte auszeichnen. Gleichheit, Transparenz und Geborgenheit, das ist Dänemark. Eine Nation, die sich wider die Unbill des Wetters ebenso gewappnet hat wie gegen die des Lebens.

In Kopenhagens moderner U-Bahn, wo die Züge führerlos dahingleiten, trennt eine Glaswand aus automatischen Schiebetüren den Perron von den Gleisen. Vor den Zug stürzen könnte sich hier niemand. Beinahe...

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  01.02.2016   20:39   Leserkommentare

NABU - Unschuld vom Lande mit nachhaltiger Gedächtnislücke

Von Hans-Jörg Jacobsen

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) verleiht Preise, beispielsweise an Grundschüler, die Vogelfutter bereiten. Und er prämiert Leute, die irgendwie ideologiefrei und sachorientiert sind. Letztere kriegend dann aber sogannte „Negativ-Preise“. Ende 2015 hat der Naturschutzbund seinen diesjährigen Negativpreis ( Dinosaurier 2015 )  an Philipp zu Guttenberg verliehen, den Präsidenten der „Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände“.   

Als  Grund führt der NABU an: Philipp zu Guttenberg verträte „eine veraltete Sicht auf den Wald“. Zur Klarstellung: Ich kenne Philipp zu Guttenberg nicht und besitze auch keinen Wald, bin deswegen auch nicht Mitglied in seiner Arbeitsgemeinschaft. Aber ich bin davon überzeugt, dass der NABU da etwas verkennt. Man kann mit Fug und Recht davon...

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  01.02.2016   10:30   Leserkommentare

Im Land der selektiven Anarchie

Ein bisschen Anarchie ist ja niedlich. In Bayern gehört dieses bisschen sogar zur Staatsraison. Als etwas deftiger Bestandteil der liberalitas Bavariae. Aber wenn die Preußen sich der Anarchie annehmen, geht es natürlich daneben. Gründlich daneben. Dass an den deutschen Grenzen Recht und Gesetz fast gar nichts mehr gelten, ist alles andere als niedlich. Inzwischen weiß man sogar, dass zigtausende unbegleitete Kinder unsere wilden und weit offenen Grenzen passiert haben. Wie viele und wo sind sie? Keine Ahnung. Wer weiß, was mit ihnen geschehen ist.
 
Was soll's, wir haben andere Aufreger. Frauke Petry und Beatrix von Storch haben für große Aufregung gesorgt, als sie sagten, man sollte an den Grenzen notfalls auf Flüchtlinge schießen. Eine Art Schießbefehl also. Ich finde das auch etwas übertrieben. Obwohl unsere...

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  01.02.2016   06:30   Leserkommentare

Neu im Angebot: Der Chor der Apokalyptiker

Es findet derzeit mal wieder eine sprachliche Front-Begradigung statt. Immer öfter ist in Schlagzeilen und Essays vom „Chor der Apokalyptiker“ die Rede, wenn es darum geht jene zu beschreiben, die an der gegenwärtigen Politik und ihrem Umgang mit der Zuwanderung etwas zu meckern haben.

Und so finden sich selbst Menschen plötzlich in einem Chor wieder, die keine Note geradeaus singen können. Es ist ja auch viel leichter, sich mit einem imaginierten Chor auseinander zu setzen, als mit einer vielstimmigen Bevölkerung, die Ihr Unwohlsein artikuliert. Schließlich müsste man zuhören, um festzustellen, wie unterschiedlich und differenziert die Auseinandersetzung mit diesem Thema ist. Aber zuhören tut keiner, weil man von der Richtigkeit der eigenen Auffassung so felsenfest überzeugt ist. Zuhören wird bereits als...

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