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Auslese



  27.01.2015   17:50   Leserkommentare

Die Kapitulation der Ordnungspolitik

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am vergangenen Donnerstag eine für die europäische Geldpolitik schicksalhafte Entscheidung getroffen. Sie verabschiedet sich mit ihrem gigantischen Quantitative Easing (QE) endgültig von dem geldpolitischen Wertekanon,  für den über Jahrzehnte die Deutsche Bundesbank stand. Die EZB monetarisiert künftig wie selbstver-ständlich Staatsschulden über die Notenbankpresse. Das hat mit ihrem Mandat nichts, aber auch gar nichts zu tun. Sie treibt Aktien- und Immobilienmärkte in Höhen, die nichts mit werthaltigen Fundamentaldaten zu tun haben, sondern vor allem auf einer durch grenzenlo-se Notenbankliquidität hervorgerufenen Spekulation beruhen. Sie refinanziert Banken, die sich mit Staatsanleihen von Eurokrisenstaaten vollgepumpt haben und kauft ihnen diese Ri-siken jetzt ab. Damit hält sie...

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Kategorie(n): Wirtschaft 


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  27.01.2015   13:52   Leserkommentare

Mein Dank an Paul Kling

Vor sechzehn Jahren, ich war damals eine frische Hörfunkjournalistin, schickte mich mein Sender ins Haus der Wannseekonferenz. Ich sollte dort einen jüdischen Geigenspieler interviewen, der aus Kanada angereist war, um deutschen Musikstudenten Unterricht zu geben - in Kompositionen aus Theresienstadt.

Ich kannte Juden bis dahin nur aus Büchern und Filmen und hatte die Phantasie, sie würden mir, kaum hätten sie mich als Deutsche durchschaut, die ganze Shoah um die Ohren schlagen! Denn ich war ja schuld an allem. Das hatte man mir ja beigebracht, im Elternhaus, in der Schule, den Medien. Ich war natürlich nicht konkret schuld, aber in meiner Seele, ganz dunkel und tief drinnen. Wir Deutschen haben uns das beigebracht.

Paul Kling war aber nicht nur Jude, er hatte Auschwitz überlebt. Vor lauter Aufregung las ich in der kurzen Zeit,...

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Kategorie(n): Wissen 


  26.01.2015   19:34   Leserkommentare

Die Mutter allen Hasses

Alex Feuerherdt

Eine kleine Preisfrage zu Beginn: Wie viele Sondersitzungen zum Thema Antisemitismus hat die UN-Generalversammlung in der fast 70-jährigen Geschichte der Vereinten Nationen bislang durchgeführt? Unzählige, sollte man angesichts der ständigen Aktualität und traurigen Virulenz dieses Themas meinen. Es hat aber nur eine einzige gegeben – nämlich am vergangenen Donnerstag. Richtig gelesen: Sage und schreibe sieben Jahrzehnte hat es gedauert, bis sich die Uno dazu durchgerungen hat, den Judenhass in einer eigenen Sitzung zu thematisieren.

Nun könnte man sagen: Besser spät als nie. Und mit dem französischen Philosophen Bernard-Henri Lévy hatte man auch einen formidablen Hauptredner gewinnen können. Nur hörte ihm kaum jemand zu. Es ist gewissermaßen Nebensaison bei der Uno, entsprechend dünn waren die Reihen...

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Kategorie(n): Ausland 


  26.01.2015   14:29   Leserkommentare

Für eine fundierte Islamkritik!

Eva Quistorp

Lügenpresse? Nein, denn das Wort kommt nicht nur aus dem Nazimilieu, das habe ich schon in der linken Szene in den 68gern und auch in der Friedenswinterszene des letzten Herbstes gehört. Ebenso in der Verschwörungsszene, wo die Terrorakte von 9/11 -  ebenso wie wie jetzt die Massaker in Paris - den USA und dem Mossad unterschoben werden oder etwas vager “dem Westen”.

Nein, wir koennen froh sein, dass wir im Unterschied zu den USA und Russland oder auch Italien doch einen einigermaßen qualifizierten Jornalismus haben, auch wenn er durch das Internet, den Sofortjornalismus, ökonomischen Druck und Opportunismus kriselt.

Doch Medienkritik mag man mir erlauben - bezogen auf die Berichterstattung zu Pegida wie zur Islamkritik.

Medien und Experten, die sich um den Anteil der NPD-Wähler und der Nichtwähler in Sachsen...

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Kategorie(n): Inland  Wissen 


  26.01.2015   12:30   Leserkommentare

Der Norden gegen den Süden. Und umgekehrt.

Hier aus aktuellem Anlass ein paar Bemerkungen über Nordsüdkonflikte. Sie müssen nichts bedeuten. Aber die Spannungen zwischen Berlin und Athen regen nun mal die Phantasie an.

Schließlich sind Nord-Süd-Konflikte uralt. Der dramatischste herrscht(e) zwischen Europa und Afrika. Die Folgen des Kolonialismus sind in dem Südkontinent nicht überwunden. Aber Afrika benutzt die Geschichte der nördlichen Unterdrückung längst als billige Ausrede für eigenes Versagen.

Auf dem amerikanischen Doppelkontinent gilt der nördliche Riese USA als böser Hauptschuldiger an den Miseren und an dem Versagen lateinamerikanischer, also südlicher Staaten. Die Vereinigten Staaten selber haben sich sogar einen fürchterlichen Bürgerkrieg geleistet, weil die südlichen Baumwoll- und Sklavenstaaten und die nördlichen Industrie- und Handelsstaaten...

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Kategorie(n): Inland 


  25.01.2015   18:46   Leserkommentare

Patriotische Europäer gegen die Skandalisierung des Abendlandes

Will man dieser Tage eine Demonstration anmelden und wünscht man sich maximale mediale Aufmerksamkeit, so kommt man nicht umhin, sein Anliegen so zu benennen, dass irgendwas mit –ida oder -ada dabei herauskommt. Einst von der Presse völlig unbeachtete Kundgebungen und Aufmärsche locken plötzlich Scharen von Reportern an, finden Eingang in die Abendnachrichten und lassen die sozialen Netzwerke beben.

LEGIDA firmierte einst unter der Bezeichnung ‚Friedenswinter‘: Besorgte deutsche Islamistenfreunde gegen die Israelisierung und Amerikanisierung des Abendlandes. Elsässer, Jebsen, pro-Hamas-Aktivisten, Abgeordnete der Linkspartei und andere Antisemiten gaben sich hier ein Stelldichein. Weitestgehend unbeachtet allerdings.

Und auch PEGADA gibt es schon länger: Besorgte Deutsche gegen TTIP. Der Spuk wird wohl noch eine Weile so...

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Kategorie(n): Inland 


  25.01.2015   11:06   Leserkommentare

Entsetzen und Gedenken

“Der Leiter der KZ-Gedenkstätte Buchenwald, Volkhard Knigge, hat der “Alternative für Deutschland” (AfD) vorgeworfen, den “geschichtspolitischen Konsens der demokratischen Parteien” aufzukündigen. Der Hintergrund: Die AfD-Fraktion in Thüringen wollte am Holocaust-Gedenktag in der Gedenkstätte einen Kranz mit einer umstrittenen Inschrift niederlegen.

In der Formulierung der AfD wurden die “Opfer des Konzentrations- und Speziallagers Buchenwald” in einem Satz genannt. Knigge sah darin den Versuch, “die Opfer des Stalinismus und des NS-Regimes gleichzusetzen” – und das ausgerechnet am 27. Januar, dem Tag der Befreiung von Auschwitz.”

Und zum Schluss heißt es in der “Welt”: “Die AfD-Fraktion im Thüringer Landtag hat ihren Vorschlag auch nach Protesten überlebender KZ-Häftlinge inzwischen zurückgezogen.

Die neue Inschrift...

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  25.01.2015   06:55   Leserkommentare

Pegida-Pegada-Pegaga: Anti-Amerikanismus als gemeinsamer Nenner

Man wundert sich fast, dass es so lange gedauert hat. In Erfurt haben unter PegXda-Banner Tausende „gegen die Amerikanisierung des Abendlandes“ demonstriert. Es war klar, dass der enge Fokus auf den Islam den Selbstdefinitionsversuchen der demonstrierenden Kleinbürger nicht ausreicht. Die wahre Stoßrichtung musste eine andere sein, jene, die den deutschen Mainstream ohnehin hysterisiert wie keine andere: der Antiamerikanismus. Amerika, gern noch gepaart mit Israel, ist die Orientierungsfigur, an der sich der deutsche Nationalismus bevorzugt abarbeitet. Neu ist das nicht. Schon der frühe Thomas Mann fabulierte vom teutschen Geist als etwas ganz Eigenem, viel Tieferem als der schröcklich oberflächliche, amerikanisch-angelsächsische Liberalismus.

Die PegXda-Demos, ohnehin ein Schaulaufen sämtlicher unsympathischer Haltungen...

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