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Auslese



  29.06.2015   07:00   Leserkommentare

Der Professor und die Frauen, Teil zwei

Die political correctness (pc) hat in der akademischen Welt Englands nun ihren abschließenden Gipfel erreicht. Sollten wir sie „Politische Überkorrektheit“ (PÜ) nennen? Oder „Politische Beklopptheit“ (PB)? Am besten wohl „Diktatur der Intoleranten und Humorlosen (DIH).

Auf das University College of London (UCL), eine bisher hoch angesehene akademische Einrichtung, würde jede dieser Bezeichnungen passen wie maßgeschneidert. Zumal ihr Präsident, Michael Arthur, jetzt öffentlich verkündet hat, dass die Universität einen Professor, dessen man sich aus all den oben erwähnten Gründen entledigt hat, nicht wieder aufnehmen wird.

Der Fall, der seit über einer Woche die akademische Welt Großbritanniens beschäftigt, hatte damit begonnen, dass die Universität den Nobelpreisträger Professor Tim Hunt ungehört aus ihren...

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Kategorie(n): Ausland  Kultur 


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  28.06.2015   11:44   Leserkommentare

Zehn Einsichten, an denen Europa nicht vorbeikommt

1. Russland will seine Atomwaffen modernisieren und ausbauen. Polen unterliegt ständiger verbaler Bedrohung. Weißrussland liegt in Ketten. Die Ukraine kämpft um ihre Grenzen. Das kleine Litauen schrumpft und altert unaufhaltsam.

2. Zugleich blüht die ethnische Umwandlung West-Europas aus einer reproduktiven Vitalität an seiner Südgrenze, die schon 2040 dafür sorgt, dass die Hälfte der Menschheit unter 25 Jahren in Afrika lebt, dort unglücklich ist und eine neue Existenz sucht. Für das Jahr 2050 werden rund 950 Millionen Wanderungswillige allein aus den afrikanisch-arabischen Gebieten erwartet.

3. In der EU mit gut 500 Millionen Einwohnern wollen die meisten Nationen ihre Heimat im Falle eines Angriffs nicht mehr verteidigen. Gerade 15 Prozent der Niederländer, 18 Prozent der Deutschen, 20 Prozent der Italiener und 21...

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Kategorie(n): Inland  Ausland  Wissen  Wirtschaft 


  27.06.2015   21:48   Leserkommentare

Ein Mitarbeiter des IS stellt sich vor

Von Til Biermann

Murat Atajew (29) stammt aus der russischen Teilrepublik Dagestan, kam vor 14 Jahren nach Deutschland. Etwa 90 Prozent der Menschen in Dagestan sind Muslime. Atajew ist intelligent, spricht fließend Russisch, Arabisch und Türkisch. Er ist Imam in der Moabiter Hicret-Moschee, trägt den für strenge Muslime typischen Vollbart ohne Schnurrbart. Im Frühjahr, als es Razzien gegen den “Emir vom Wedding” gab, hatte er der B.Z. noch gesagt, er und seine Leute würden keine Sympathien für den IS hegen.

Dann tauchte kürzlich ein Interview im Internet auf, das ein russischsprachiger Journalist mit Atajew geführt hatte. Hier sagte er auf einmal, die brutalen Morde der IS-Schergen, etwa die Verbrennung des jordanischen Piloten in einem Käfig, seien in Ordnung, da sie dem Prinzip “Auge um Auge, Zahn um Zahn” folgen würden....

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Kategorie(n): Inland 


  27.06.2015   14:00   Leserkommentare

Sevilla in Sondershausen

Die Thüringer Schlossfestspiele Sondershausen finden in diesem Jahr zum zehnten Mal statt. Das anfangs belächelte Festival ( Oh, Gott, wo liegt denn Sondershausen?)hat sich zu einem vielbesuchten Publikumsmagneten entwickelt. Inzwischen mussten die Stuhlreihen im Schlosshof erweitert werden, um alle Kartenwünsche befriedigen zu können. Wer hierher kommt, wird mit einem besonderen Erlebnis belohnt.

Nicht nur die Szenerie ist beeindruckend. Schon Goethe schwärmte, Sondershausen sei mehr Schloss als Stadt. Der Hintergrund für die Bühne ist der Renaissance- Flügel, dessen Fenster in jede Inszenierung mit einbezogen werden. In der Pause können die Zuschauer den Barockflügel bewundern oder auch einen Blick auf die legendäre goldene Kutsche werfen, das Glanzstück der beachtlichen Sammlung des Schlossmuseums.

Vor allem aber...

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Kategorie(n): Kultur 


  27.06.2015   11:54   Leserkommentare

Israel führt! Syrien weit abgeschlagen!

Um zu begreifen, wie der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen tickt und warum er seinem edlen Namen nichts als Hohn spricht, genügt bereits der Blick auf eine aktuelle statistische Auswertung der Nichtregierungsorganisation UN Watch. Die nämlich hat soeben aufgelistet, welche Länder der Rat seit seiner Gründung vor neun Jahren wie oft wegen Menschenrechtsverstößen verurteilt hat. Das Ergebnis: 61 Verurteilungen richten sich gegen Israel, auf 55 kommen alle anderen Länder dieser Welt zusammen. Noch einmal in Worten: einundsechzig zu fünfundfünfzig. Im Einzelranking liegt Syrien mit 15 Verurteilungen weit abgeschlagen hinter dem jüdischen Staat, gefolgt von Myanmar (zwölf), Nordkorea (acht) und dem Iran (fünf). Menschenrechtsparadiese wie Afghanistan, der Libanon oder Pakistan sind bis jetzt gänzlich ungeschoren...

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Kategorie(n): Ausland 


  27.06.2015   11:32   Leserkommentare

Flüchten für Panorama

Was sich “Panorama” neulich geleistet hat, war keine Fortsetzung der Geschichte von Dr. Kimble auf der Flucht, es war viel toller, ein Meisterstück an Voyeurismus und Zynismus im Mantel einer Dokumentation. Dabei blieb vieles ungesagt und ungeklärt. Unter anderem, ob das Geld, das Rami an die Schleuser bezahlt hat, aus der Produktionskasse von “Panorama” stammte, ob die ganze Flucht also von und für “Panorama” inszeniert wurde. Wobei Geld in diesem Fall nicht das Entscheidende ist. Es ist der Gestus des Mitgefühls, mit dem sich die öffentlich-rechtlichen Heuchler selber feiern. So weit bekannt, hat noch keiner von ihnen irgendeinem Syrer oder Libyer eine Dachkammer in einem der schicken Häuser rund um die Alster und entlang der Elbe angeboten, in denen die linksgrünen Fluchthelfer residieren. Ein verkommenes Pack, dem man die...

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Kategorie(n): Ausland 


  26.06.2015   14:00   Leserkommentare

Das helle Ja und das notwendige Nein

Von Marko Martin

Zwischen Ästhetik und Dissidenz – eine Begegnung mit dem polnischen Dichter Adam Zagajewski anlässlich seines 70. Geburtstags

“Zeit nimmt Leben und/ schenkt Gedächtnis.” Reflektiertes Zickzack der Erinnerungsassoziationen: Adam Zagajewski, für einige Frühlingstage aus Krakau zurückgekehrt nach Berlin, kannte die Stadt bereits im Zustand ost-westlicher Stagnation und angehaltener Zeit. Als die U-Bahn-Wagen an den halb verdunkelten Stationen vorbeidonnerten, die auf DDR-Gebiet lagen, und aus West-Berliner Lautsprechern das “Zurückbleiben!” noch ohne den Zusatz “bitte” auskam.

Hätte ein polnischer Dichter und DAAD-Stipendiat, Jahrgang 1945, mit dem Endgültigkeitston dieser Stimmen nicht eine erwartbare historische Reminiszenz verbinden können? Stattdessen: “Wir wissen, dass Deutschland früher hervorragende...

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Kategorie(n): Ausland  Kultur 


  26.06.2015   10:00   Leserkommentare

Metamorphosen eines Clans

Vergangene Woche erklärte John Ellis Bush, genannt Jeb, Präsident der Vereinigten Staaten werden zu wollen. «Schon wieder ein Bush?», fragen Kommentatoren seither rhetorisch. Sie haben recht und liegen doch falsch. Denn was ein Bush ist, darüber könnte man lange nachdenken und käme doch zu keinem Schluss. Hat der Bush-Clan eine Tradition, so ist es die Traditionslosigkeit. Jeb ist ein Bush – und eben deshalb ist er auch etwas ganz Neues.

Die meisten grossen amerikanischen Dynastien wurden von einer Region definiert: Die beiden Präsidenten Roosevelt, Theodore und sein entfernter Verwandter Franklin, stammten aus einem Milieu, das gelegentlich noch «Old New York» genannt wird, waren sogenannte Knickerbocker, als solche erkennbar schon an ihrem niederländischen Namen. Die Kennedys waren Iren aus Massachusetts. Unvorstellbar,...

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Kategorie(n): Ausland