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20.05.2009 13:02
Ich bin ein Pfannkuchen
Von Eisbären und intellektuellen Aristokraten: die Blattkritik.
20.05.2009 12:16
Yes, we Cannes?
Was herauskommt, wenn Parteien Filme produzieren. Mit Beispielen. Hier.
18.05.2009 07:29
Grünen-WählerInnen gefunden
Noch einmal vielen Dank den vielen AchGut-Usern, die sich auf meinen Aufruf hin gemeldet haben. Das Ergebnis erschien gestern in der “Welt am Sonntag” und ist hier zu besichtigen.
15.05.2009 16:50
Jüdische Partisanen
Am Montag, 25. Mai, präsentiert das Literaturforum des Brecht-Hauses in Berlin um 20 Uhr das Buch »Aus dem Ghetto in die Wälder. Bericht eines jüdischen Partisanen 1939-1945«. Der Autor Moshe Beirach überlebte die Kriegszeit in der Partisaneneinheit der Gebrüder Bielski, die gerade durch eine Hollywood-Verfilmung große Bekanntheit erlangen. Moshe Beirach starb im Jahr 2007 in Israel. Sein Überlebensbericht wird von der Historikerin Angelika Benz und dem Übersetzer Dieter Schell im Gespräch mit Wolfgang Benz (Zentrum für Antisemitismusforschung) vorgestellt.
Mit Daniel Craig, der Tuva Bielski im erwähnten Film ("Defiance") spielt, habe ich kürzlich ein Interview geführt. Hier nachzulesen.
15.05.2009 11:22
Für Grün-Gelb
Ich bilde mir nicht ein, öfter als andere Leute, die ihr Geld nicht mit Schreiben verdienen, Recht behalten zu haben. Schon allein deshalb, weil ich meine Meinung oft gewechselt habe. Aber diesen Leitartikel aus dem Jahr 2004 kann ich immer noch unterschreiben. Immerhin habe ich darin (was ich vergessen hatte) die Große Koalition vorhergesehen. Und meine These, dass Deutschland eine starke grün-gelbe Mitte braucht, die das liberale Bürgertum eint, scheint mir auch nach fünf Jahren nichts von seiner Dringlichkeit verloren zu haben, im Gegenteil. Die vielen Rückmeldungen von grünen AchGut-Usern bestätigen mich in dieser Meinung. Bis es soweit ist, wird mir allerdings nichts übrig bleiben, als CDU zu wählen. Bei der Europa-Wahl übrigens sowieso, damit der großartige Manuel Barroso weitere fünf Jahre unser Kommissionspräsident bleiben kann.
14.05.2009 17:05
Neulich am Flughafen
Beim Sicherheitscheck in Tegel fällt mein Laptop unangenehm auf. Ich werde in ein Nebenzimmer eskortiert, wo eine Mitarbeiterin mit einer Art Ministaubsauger drüber geht. „Wenn da Sprengstoff drinne ist, finden die det sofort“, meint der mich begleitende Sicherheitsmann. „Mhm. Und was passiert dann mit mir?“ „Na, zuerst Kopp gegen die Wand geknallt, denn Beene auseinander und Hände uffn Rücken, Handschellen, wie beim 1. Mai, wa.“ „Ach so, ja. Das habe ich gesehen.“ „Ja, und wissense wat? Wenn’s nach mir jinge, ick würde die Typen gleich abführen ins Braunkohlenrevier. Kugel ans Bein, Schippe in die Hand, und denn dürfen se arbeiten. Sowat darf sich der Staat nich bieten lassen, oder?“ „Nein, eigentlich nicht. Ist mein Laptop OK?“ „Allet in Ordnung, Chef. Juten Fluch.“
Bin ich feige, weil ich mich auf eine Diskussion über Arbeitslager für gewalttätige Demonstranten nicht einlasse? Oder ist das alles völlig normal?
P.S. Auf …
13.05.2009 16:44
Grünen-WählerInnen gesucht
Für eine Recherche suche ich Leute, die Grün wählen. Diskretion und ggf. Anonymität garantiert. Ich weiß, dass solches Verhalten unter AchGutmenschen als politisch extrem inkorrekt gilt. Dennoch könnte ich mir vorstellen, dass der eine oder die andere heimlich doch diesem Laster frönt. Oder Leute kennt, die das tun. Ich möchte wissen, warum. Zur Kontaktaufnahme Feedback-Button drücken.
13.05.2009 12:08
Bekenntnisliteratur allenthalben
Eine der schrecklichsten Erscheinungen des modernen Journalismus ist die Bekenntnisliteratur: “Wie ich wurde, was ich bin.” Augustinus light. Im Augenblick ist es in Deutschland schick, konservativ geworden zu sein, schon wegen des hier eingebauten Antiamerikanismus - in den USA schlägt der Pendel ja gerade wieder nach links aus. Christine Eichel etwa erklärt uns demnächst, warum sie wieder betet, obwohl das kein Schwein interessiert, nicht einmal mich, der ich Christine Eichel gern und in guter Erinnerung von vielen Jour Fixes im Garten bei Stölzels habe. Und der Spiegel-Mann Jan Fleischhauer erkennt mit 46 Jahren, dass er “unter Linken” ein falsches Leben im Richtigen oder ein richtiges Leben unter Falschen geführt hat. Bisschen spät, oder, Herr Fleischhauer? Na, jedenfalls guten Morgen. Statt aber programmatisch mit der konservativen Wende der Linken spätestens seit Habermas und Derrida ins Gericht zu gehen, wiederholt Fleischhauer einfach all die seit 20 Jahren unter Spießern, die sich Bürger …


