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  05.01.2014   10:33   Leserkommentare (6)

Pornographologie

Ich habe etwas zum Pornothema beizutragen, eine Auffassung, die ein Liberaler niemals haben darf und schon gar nicht äußert, nämlich für sich selbst gerade noch zu garantieren, zugleich allen anderen zu misstrauen.

Ist aber so.

Ich habe mich einige Zeit regelmäßig auf einer Internetplattform über Neuheiten auf dem Gebiet der Pornographie informiert, bis ich es bleiben ließ.

Vor einigen Jahren stand ein Artikel auf welt.de über Youporn und unseren täglichen Pornokonsum. Verfasst, soweit ich mich erinnere, von einer Frau, sie schrieb, das Internet habe uns mit der kostenlosen Pornolieferung sexfreudiger gemacht oder so. Ich drückte den Link und klickte durch die Pornogramme, war aber immer abgelenkt, weil im Fernsehen Citicen Kane lief.

Ich gönne es allen, die bei Porno an Sexfilme denken und an die Verklemmtheiten des...

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Kategorie(n): Kultur 

  21.09.2013   15:13   Leserkommentare (im Wartemodus)

Systemtheorie auf die Bühne

Ich habe zwei satirische Einakter im Sitcom-Format und komme leider nicht dazu, sie selbst zu inszenieren. Gibt es unter den werten Lesern Interessierte, die die Stücke für vier junge Männer und zwei Frauen und minimalen Bühnenaufwand auf eine Bühne und ins Internet zu bringen Lust und Kapazität haben?

Hauptfigur Mark-Kevin, jüngster Professor aller Zeiten für Medienanalyse und Migrationspädagogik, lehrt zudem Gender-Studies, um Frauen kennenzulernen, und muss, weil Professoren verfassungswidrig niedrig bezahlt werden, seine Wohnung mit einem Soziologen und einem Germanisten teilen, nebenan wohnt eine Psychologin. Er merkt es sofort, wenn jemand anderes vor ihm die Süddeutsche Zeitung gelesen hat, auch wenn sie exakt wieder zusammengefaltet wurde. Sein Traum und Ziel ist, Berater des nächsten SPD-Vorsitzenden zu werden....

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Kategorie(n): Kultur  Satire  Hausnachrichten 

  03.09.2013   07:31   Leserkommentare (3)

Nanu, wo bleibt der Genderismus?

Vorgestern lief, wie einige wissen, das Kandidatenduell mit Merkel und Steinbrück, seitdem duellieren sich die Interpretatoren und Kommentatoren. Man kommt auf Körperhaltung, Tempo, auch die Halskette zu sprechen. Niemand, und soweit es ersichtlich ist, absolut niemand, kommt aber auf die Idee, ein Mann/Frau-Ding zu bringen. Politik, Kanzlerschaft, männlich oder weiblich, eine Frau oder lieber ein Mann? Sogar Alice Schwarzer behandelt die Weiblichkeit Angela Merkels als Tatsache und nicht als Argument. Wir können sehr stolz sein. Marginalisierungsrhetorik wird lächerlich, mit Genderstudies können wir aufhören. Mann und Frau, diese Begriffe können sich aufs Geschlechtsleben beschränken.

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Kategorie(n): Inland  Kultur 

  31.08.2013   16:29   Leserkommentare (im Wartemodus)

Die Satirewende kommt

Endlich gibt es Satire auch für Journalisten und andere sozial Schwache, nämlich gratis, monatlich und weltweit im Internet.
http://www.pardon-magazin.de ist das Satire-Heft im paraktischen Online-Format.
Bernd Zeller, leitender Praktikant

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Kategorie(n): Kultur  Satire 

  09.08.2013   20:47   Leserkommentare (im Wartemodus)

“Sand” ist ein Berlin-Roman

Heute ein Buchtipp, das Buch ist zwar schon fünf Jahre alt und wurde in höchsten Tönen gelobt, ich kam aber erst jetzt dazu, es zu lesen und war mehrfach verblüfft. Es ist Wolfgang Herrndorfs „Sand“, ein verstörendes, beklemmendes und zugleich packendes Stück harter Literatur über Entzivilisierung.
Das Verblüffendste indes ist, dass es Preise bekommen und vom Feuilleton mitsamt Verfasser gefeiert wurde – das? Ich war beim Lesen öfters nahe dran, mich umzublicken und eine imaginäre Instanz zu fragen: Hallo? Hat jemand der Rezensenten es wirklich gelesen? Oder verstehe ich es völlig falsch?

Die Handlung spielt vor vierzig Jahren in der Wüste, ja und Goethes Iphigenie spielt in der Antike. Quatsch natürlich, Goethes Figuren stammen aus Weimar, und „Sand“ ist ein Berlinroman. Spielt heute oder in nahender Zukunft....

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Kategorie(n): Kultur 

  19.07.2013   17:47   Leserkommentare (1)

SPD ausgemerkelt

Der Sieger zeigt sich beim Start, lautet eine Sportreporterweisheit. Die SPD scheitert nicht an Angela Merkel, sie scheitert auch nicht an Steinbrück. Auch Steinbrück scheitert nicht an Merkel, er scheitert an der SPD.

Schröder ’98 ging um als der nächste Kanzler, der nur noch gewählt werden müsste, als Hoffnungsträger. Und als Siegertyp, denn er hatte mit der Nominierung bereits einen wichtigen Sieg errungen, den über die Partei, die sozialdemokratische. So einen wollte man im Kanzleramt.
Nach Steinbrücks Notnominierung hätte die SPD zumindest für die PR ausjubeln müssen: Juhu, wir haben einen, dessen Vorträge eine Menge wert sind. Und der sagt, was ist. Einen wahren Gegenmerkel.

Aber nein, erst einmal muss man ihm zeigen, dass alle Räder stillstehen, wenn der lange Arm von Andrea Nahles es will.
Und was tut dieser...

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Kategorie(n): Inland 

  23.06.2013   19:54   Leserkommentare (im Wartemodus)

Der gelähmte Philosoph

Es ist eine Eigentümlichkeit deutscher Auffassungsfähigkeit, dass man jemanden für das hält, was der Mangel übrig lässt. Als lustig gilt, wer zwar unkomisch ist, aber alles andere noch weniger. Ein Mann mit halbseitiger Gehirnlähmung, die seine Hirnhälfte, die etwas stärker als die andere für Emotionen, das Gefühlsleben, zuständig ist, ausschaltet, gilt als intellektuell. Wenn er sich dafür feiert, als Philosoph.

Nun kann die Ratio Trost spenden, wenn das Gefühl verzweifelt, doch darum geht es dem Philosophen, der über seine Emotion schlecht denkt, nicht. Er hat schlichtweg Angst vor seiner Gefühlswelt und hat sie durch Abspaltung verleugnet und weggesperrt. Und dazu wird er allen Grund haben. Sein Gefühl ist nämlich unbefriedigt. Er weiß, wenn er unter den 9/11-Opfern gewesen wäre, hätte niemand um ihn getrauert....

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Kategorie(n): Kultur 

  22.06.2013   18:52   Leserkommentare (im Wartemodus)

Forschen für das Gute

Die KMU hat viele Protestbriefe gegen die „Herr Professorin“-Quatschin bekommen, und sie wäre keine deutsche Universität, wenn sie nicht daraus ein Forschungsprojekt machen und die Briefe analysieren würde. Ist sie aber, also macht sie ein Forschungsprojekt daraus und analysiert die Briefe.

Ist das wirklich nötig? Das Ergebnis ist doch bereits klar.

Die durchschnittlichen Schreiber sind reaktionär bis konservativ ausgerichtet, sie sind in alten Rollenmustern steckengeblieben und wollen eine akademische Anrede wie bei den Nazis. Sie haben nie was von der Genderforschung gehört und stehen der modernen Wissenschaft ablehnend gegenüber. Ihre Entsprungenheit aus der Mitte der Gesellschaft führt zu Ausgrenzungsstrukturen und Ressentimententladungen. Wisenschaftliche Argumente haben sie alle nicht. Sie fühlen sich durch Gender...

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Kategorie(n): Inland  Kultur