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  27.01.2015   00:06   Leserkommentare (1)

Mit Kulleraugen gegen den IS-Terror

Wie soll eine Gesellschaft damit umgehen, wenn IS-Terroristen Geiseln nehmen und sie zu ermorden drohen? Das Kalifat hat es in der Inszenierung dieser Hinrichtungen zu einiger Meisterschaft gebracht. Erst wird das Opfer vorgeführt, dann muss es seinem Heimatland die Schuld an allem geben, was ihm wiederfahren wird und schließlich gibt es ein Ultimatum. Das verstreicht manchmal, ohne dass es zum Mord kommt. Manchmal aber auch nicht. Es bleib immer unberechenbar und die Medien berichten umso mehr darüber, umso unklarer die Situation ist.

Vor allem bedient diese Berichterstattung das Bedürfnis nach voyeuristischem Grusel. Dazu gehören O-Töne von Freunden, die erzählen, was für ein guter Mensch da gerade mit dem Tod bedroht wird. Außerdem Videos der Eltern, die um das Leben der Geisel flehen. Und es werden Fotos gezeigt, die in...

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Kategorie(n): Inland  Ausland 

  23.01.2015   18:09   Leserkommentare (5)

Hallervorden, die Mohrenstraße und der Rassismus

Vereinen wie Berlin Postkolonial hätte ich eigentlich meinen Roman widmen müssen. Sie schaffen es, mit den besten Absichten die lächerlichste Figur abzugeben. Im konkreten Fall ist dieser Verein empört, dass Dieter Hallervorden für die BVG die Haltestelle „Mohrenstraße“ eingesprochen hat. Im Rahmen einer PR-Kampagne, bei der Prominente die Haltestellen durchsagen.

Berlin Postkolonial wittert deswegen jetzt eine Verschwörung gegen schwarze Berliner. Dass es ausgerechnet Hallervorden ist, kann kein Zufall sein. Da muss die BVG einen üblen Plan mit verfolgt haben. Der Palimpalim-Mann ist schließlich kein unbeschriebenes Blatt, muss man dazu wissen. Schon 2012 wurde er von Berlin Postkolonial dafür angegriffen, dass an seinem Schlossparktheater „Blackfacing“ stattgefunden hatte. Ein weißer Schauspieler hatte sich dort...

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Kategorie(n): Inland  Kultur 

  19.01.2015   13:06   Leserkommentare (5)

Sie waren Charlie. Jetzt sind sie wieder sie selbst

Etwas mehr als eine Woche Charlie ist genug. Jetzt wollen viele wieder sie selbst sein. Schade eigentlich, man hatte sie nicht vermisst. Beispielhaft sei dabei auf einen aktuellen Beitrag von Bernd Matthies im Tagesspiegel verwiesen, der sich unter der erstaunlich verkrampften Überschrift „Was Charlie Hebdo falsch gemacht haben könnte“ daran macht, den Opfern eine Mitschuld daran zu geben, dass zwei Islamisten sie exekutiert haben.

Mussten denn die Satiriker „auf jeden Protest, jede Drohung und schließlich den Brandanschlag 2011 mit neuem, schärferem Spott“ reagieren, der ja doch nur zur weiteren Eskalation beigetragen hat? Matthies vermutet, „sehr wahrscheinlich hätte es den brutalen Anschlag nicht gegeben, wenn Charbonnier rechtzeitig beschlossen hätte, seine satirischen Attacken mehr auf die französische Regierung,...

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Kategorie(n): Inland  Ausland 

  09.01.2015   00:24   Leserkommentare (20)

Deutsche Streitkultur, Pegida und der Islam

Zu den deutschen Primärtugenden gehört es, Autos bauen zu können, im Fußball eine Turniermannschaft zu sein und der ganzen Welt mit Stuhlkreispolitik zu kommen, aber im eigenen Land immer wieder kläglich am Führen von Debatten zu scheitern. Dass das Dresdener Lokalphänomen Pegida dafür ausreicht, Politik und Medien in eine Hysterie verfallen zu lassen, als ob die Machtergreifung kurz bevor steht, spricht einmal mehr gegen diese deutsche Streitkultur.

Irritierend an ihr ist vor allem die Unfähigkeit, die Realität in ihrer Komplexität anzuerkennen. Aktuelles Beispiel: der Islam. Natürlich sind die allermeisten Moslems friedlich (warum auch nicht?), aber die Anschläge in westlichen Städten wie Madrid, London, Paris, New York, Washington, Sydney, Brüssel oder Boston wurden eben alle von Moslems verübt. Auch Al Quaida, Boko...

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Kategorie(n): Inland  Ausland 

  06.01.2015   00:03   Leserkommentare (im Wartemodus)

Sightseeingtour entlang der Berliner Demo-Meile

Heute Abend zusammen mit Michael Miersch eine Sightseeingtour entlang aller Demonstrationen gemacht, die der Montag in Berlin Mitte zu bieten hat. Erst zu Bergida am Roten Rathaus, wo wir auf zirka 300 müde Abendländer trafen, die ein paar Deutschlandfahnen dabei hatten. Außerdem einen Teilnehmer, der auf seinem Plakat fragte, ob er schon ein Nazi ist, wenn er gerne Schweinefleisch auf den Grill legt. (Die Antwort ist einfach: Ja.) Die Demo konnte nicht beginnen, weil Gegendemonstranten die Straße blockierten und “Nazis, Nazis” brüllten, während die Bergidas einen etwas umständliche Konter wählten: “Ihr seid Antidemokraten.”

Auf einer Kreuzung im Rücken der Abendländer fand die offizielle Gegendemo statt, was bedeutete, dass knapp 1500 Menschen herumstanden und in der Ferne hinter mehreren Einsatzwagen der Polizei den Grund...

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Kategorie(n): Inland 

  02.01.2015   23:31   Leserkommentare (13)

Fragen an Pegida und Antipegida

Pegida:
Frage 1: Warum treibt die Pegida-Anhänger die Sorge vor der Islamisierung auf die Straße, aber nicht die starke rechtsradikale Szene in ihrem Bundesland? Sind Nazis keine Gefahr für das christlich-jüdische Abendland?

Frage 2: Warum rufen die Demonstranten „Lügenpresse, Lügenpresse“, obwohl sie gleichzeitig jeden ZEIT/FAZ/WELT-Artikel weiterverbreiten, der ihre Meinung wiedergibt? Nehmen sie der Presse vor allem übel, nicht immer in ihrem Sinne zu berichten?

Frage 3: Würden Pegida-Anhänger einen Mann ins Land lassen, der in seiner Heimat diverse Verbrechen (u.a. Einbruch, Diebstahl, Anstiftung zur Falschaussage, Körperverletzung) begangen hat und nun durch Flucht einer Gefängnisstrafe entgehen will? Wenn nein, warum applaudieren sie dann so jemandem auf jeder ihrer Veranstaltungen?

Frage 4: Sind 15.000 Leute...

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Kategorie(n): Inland 

  19.12.2014   13:25   Leserkommentare (3)

Moslems stalken für den guten Zweck

Würde es nach dem Willen der Twitter-Nutzer gehen, wären die #BringBackOurGirls-Mädchen wirklich wieder zurückgekommen und es würde dank dem #Aufschrei auch keine sexuelle Belästigung mehr geben. Leider aber verliert sich die Spur der nigerianischen Schulmädchen auf afrikanischen Sklavenmärkten und sexuelle Belästigung gibt es immer noch. Hashtags sind eben doch erstaunlich wirkungslos, wenn sie sich gegen reale Probleme richten.

Jetzt gibt es #illridewithyou. Ausgedacht hat sich das eine Australierin als Reaktion darauf, dass ein Moslem mehrere Menschen in einem Café als Geiseln nahm. Genauer: Sie hat den Hashtag schon beworben, während die Geiselnahme noch lief und bevor der Täter zwei Menschen ermordete. Die Idee hinter dem Hashtag ist, dass Moslems sich aufgrund der negativen Presse ausgegrenzt fühlen könnten. Durch...

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Kategorie(n): Ausland 

  15.12.2014   15:28   Leserkommentare (7)

Pegida und B_igRadB!

Ich möchte an dieser Stelle einmal darauf hinweisen, dass es in meinem Roman mit „B_igRadB!“ schon eine Bürgerbewegung mit seltsamen Namen gab, lange bevor sich die patriotischen Abendländler als „Pegida“ formierten.

Womöglich handelt es sich dabei noch um einen Zufall und sowohl Autor als auch besorgte Bürger haben eine Vorliebe für skurrile Namen. Meinetwegen. Aber das erklärt nicht die andere Gemeinsamkeit. Und die ist dann doch beeindruckender.

Der Organisator der B_igRadB!-Proteste, Rüdiger Wagner, ist mehrfach vorbestraft. Sachbeschädigung, Einbruch, Anstiftung zu Straftaten, Beleidigung. Er wurde sogar aus Baden-Württemberg verbannt (siehe: Rumpfparlamentsparagraf von 1849 in der Landesverfassung).

Lutz Bachmann wiederum ist das Gesicht der Pegida-Proteste. Er hat auch ordentlich zugelangt: Einbruch,...

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