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03.09.2010   02:44

Die passendere Aufgabe für Sarrazin

Die Sarrazin-Debatte ist an mir urlaubsbedingt vorbeigegangen. Die letzten Tage verbrachten wir auf einer kleinen Motoryacht zwischen Blautölpeln, Riesenschildkröten und Seelöwen auf den Galapagos-Inseln. Ohne Handyempfang oder gar Internet waren wir dabei derart von der Außenwelt abgeschnitten, dass wir von dem absurden Theater, das da gerade in Deutschland aufgeführt wird, erst bei unserer Ankunft auf dem ecudorianischen Festland erfuhren. Natürlich nur per Internet, denn in Ecuador hat man andere (richtige) Probleme.

Dabei hätte man es irgendwie ahnen können, wie diese “Debatte” in Deutschland verlaufen wird. Schließlich ist Deutschland in dieser Hinsicht durchaus berechenbar. Man nehme Islam, Unterschichten und einen vagen Bezug zum Judentum, und schon braucht es weder Fakten noch Argumente, um sich in der Bundesrepublik in Rage zu reden.

Wenn überhaupt irgendetwas überraschte, dann war es die Geschwindigkeit, mit der sich Kanzlerin, Präsident und Bundesbankchef einigten, weitere Störungen des bundesdeutschen Betriebsfriedens nicht mehr hinnehmen zu …

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18.08.2010   22:56

Deutschland sollte den Euroraum verlassen … den Griechen zuliebe

Dass die deutsche Wirtschaft derzeit kräftig wächst, ist einerseits erfreulich. Andererseits verstärken sich dabei die Unterschiede zwischen Deutschland und dem Rest der Eurozone. Dabei waren es gerade diese Unterschiede, die zur Eurokrise geführt hatten.

Nach einer neuen Studie wäre ein Austritt Deutschlands aus dem Euro die beste Option zur Sanierung der europäischen Peripherie. Aber seit wann spielen rationale Erwägungen schon eine Rolle, wenn es um Europapolitik geht?

Grave euro doubts remain

The stronger the fears about a double-dip recession in the US grow, the better it looks for the euro. Only a few months ago, experts were discussing the possibility of a quick break-up of Europe’s monetary union. The same experts have now shifted their attention to the US dollar. However, this does not mean that the euro is off the hook. Far from it.

The public …

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18.08.2010   10:36

Notizen aus dem schlechtesten Wahlkampf aller Zeiten (2)

Ein Glück, dass es in Australien ein deutschsprachiges Radioprogramm bei SBS gibt. So kann man sich einmal den Frust über den grottenschlechten Wahlkampf von der Seele reden, ohne dabei sein Visum zu gefährden.

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18.08.2010   05:00

Broder, Hartwich und das Ende Europas

The Annual Big Ideas Forum: The Future of Europe from The Centre for Independent Studies

Henryk M. Broder, Oliver Marc Hartwich, Frank Furedi und Johan Norberg diskutieren das Ende Europas ... in Sydney, Australien.

The modern world began in Athens and Rome; is it likely to end there too?

Europe, the continent that gave the world democracy, rule of law, tolerance, universities, the industrial revolution and a vast heritage in literature, music and the arts, is looking increasingly frail. Its native population is ageing rapidly. Its countries are burdened with massive amounts of public debt. Its societies are unable to integrate migrants from different cultural backgrounds and risk becoming segregated. The post-war project of European unity is struggling under a quagmire of bureaucracy imposed by the European Union, which suffers from the contempt and frustration of its citizens. …

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16.08.2010   12:07

Nachtrag zu Stiglitz

Nicht nur Joseph Stiglitz glaubt, dass die Konjunkturpakete Australien vor der Rezession gerettet haben (siehe Achgut: Financial Times Deutschland: Von Australien nichts gelernt). Nun haben auch 51 australische Ökonomen (die üblichen Verdächtigen, also unreformierte Marxisten und Keynesianer) einen offenen Brief geschrieben, in dem sie eben dies behaupten.

Das macht die Sache aber nicht richtiger. Warum nicht, das habe ich gerade in der Sendung ‘Money News’ des australischen Radiosenders 2GB erklärt. Hier kann man es sich noch einmal anhören.

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14.08.2010   00:54

Financial Times Deutschland: Von Australien nichts gelernt

Es ist schon merkwürdig, wie Joseph Stiglitz nach einer kurzen Vortragsreise durch Australien zum intimen Kenner der australischen Wirtschaft mutiert ist. Die Financial Times Deutschland veröffentlichte gerade einen Gastbeitrag des Wirtschaftsnobelpreisträgers unter der Überschrift “Von Australien lernen”. Das klingt zunächst einmal gut, denn tatsächlich gibt es Down Under einiges, das sich andere Länder durchaus abschauen könnten, zum Beispiel einen flexiblen Arbeitsmarkt, gesunde Staatsfinanzen und einen gut regulierten Finanzsektor.

Aber das alles meint Stiglitz nicht, wenn er von Australien lernen will. Er blendet komplett aus, dass sich Australien in den letzten 30 Jahren mit mutigen wirtschaftsliberalen Reformen modernisiert hat. Stattdessen behauptet er, dass Australien nur dank seiner großen Konjunkturpakete durch die Finanzkrise gekommen ist.

Ist er wirklich so naiv, den Wahlkampfsprüchen der australischen Bundesregierung uneingeschränkt zu glauben? Hätte Stiglitz sich ein wenig näher mit der australischen Wirtschaft beschäftigt, dann wäre ihm …

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12.08.2010   11:11

Wie gefährlich ist Google StreetView? Ein Selbstversuch.

Die Diskussion um die angeblichen Datenschutzrisiken des Google-Dienstes StreetView hat in Deutschland offenbar derart hysterische Züge angenommen, dass man ihr kaum noch rational und objektiv begegnen kann. Also versuche ich es einmal ganz praktisch und subjektiv.

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11.08.2010   23:06

Das italienische Omen

Es ist vergleichsweise still geworden um die große Europakrise. Hatten wir es uns zu Jahresbeginn etwa nur eingebildet, dass die Wirtschaft des Kontinents am Abgrund steht?

Wohl kaum, denn an den Grundproblemen der europäischen Ökonomie hat sich seitdem nichts geändert. Aber wer dachte, dass man eine Krise nur dadurch bewältigen kann, dass man sie löst, sieht sich getäuscht. Wie das Beispiel Italiens zeigt, kann man sich auch an ein Leben mit der Dauerkrise gewöhnen.

Sollten also ausgerechnet die Italiener zum Vorbild für den Rest Europas werden?

The Italian omen

A few months ago, you could not read any newspaper, watch TV or listen to the radio without being bombarded by news about the great European crisis. Remember the frantic sequence of emergency summits, trillion dollar rescue packages and predictions of the euro dropping to parity with the US …

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