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  24.04.2015   03:15   Leserkommentare (1)

Die Briten zwischen Baum und Borke

Bis zu den Parlamentswahlen im Vereinigten Königreich sind es nur noch zwei Wochen. Normalerweise gibt es in der Endphase des Wahlkampfes schon ein grobes Bild davon, wie die Wähler stimmen werden. Das ist dieses Mal anders. Die Ungewissheit über das Wahlergebnis und seine Folgerungen ist eine der wenigen Gewissheiten.

Seit Monaten liefern sich Labour und die Konservativen ein Kopf-an-Kopf-Rennen in den Umfragen. Beide kommen nicht über 30 bis 34 Prozent hinaus. Auch im britischen Mehrheitswahlsystem ohne Listenplätze, in dem jeder Abgeordnete direkt gewählt wird, lässt sich damit keine absolute Mehrheit im Parlament erringen. Sowohl die Torys von David Cameron als auch die Labour-Partei von Ed Miliband kämen so auf jeweils rund 270 Sitze, deutlich weniger als die für eine Mehrheit erforderlichen 326 Sitze. Keine der beiden...

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Kategorie(n): Ausland  Wirtschaft 

  17.04.2015   09:36   Leserkommentare (7)

Dexit: Der Ausweg aus dem Handelsüberschuss

Letzte Woche setzte ich mich an dieser Stelle mit der Kritik Ben Bernankes an Deutschlands exorbitant hohem Handelsüberschuss auseinander (Bernankes unausgegorener Vorschlag für Deutschland, 10. April 2015). Für manche Leser kam der Schluss vielleicht etwas überraschend: Mit seinem Handelsüberschuss würde Deutschland am besten fertig, wenn es die Eurozone verließe.

Dieses Mal möchte ich das Argument vertiefen. Ein deutscher Austritt aus der Eurozone würde nicht nur diesem Land die Währung bescheren, die es verdiente. Mit der verbleibenden Rumpfwährung hätte auch die übrige Eurozone eine gut an ihren Bedarf angepasste Währung.

Analysten der Investmentbank Morgan Stanley haben kürzlich ausgerechnet, welche Wechselkurse der jeweiligen Wirtschaftskraft einzelner Eurozone-Mitglieder angemessen wären. Insgesamt sehen sie den...

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Kategorie(n): Inland  Wirtschaft 

  10.04.2015   09:52   Leserkommentare (5)

Bernankes unausgegorener Vorschlag für Deutschland

Seit dem 30. März dieses Jahres verfasst der frühere Chairman der Federal Reserve Ben Bernanke Blogbeiträge über Wirtschaftspolitik für einen den Demokraten nahestehenden US-amerikanischen Thinktank, die Brookings Institution. Dort ist er Distinguished Fellow in Residence. Seine ersten Beiträge kreisten um Fragen wie die einer Erklärung für niedrige Zinssätze, die These einer „säkularen Stagnation“ sowie die globale Ersparnisschwemme. Alles durchaus von Interesse, aber auch ein bisschen fade.

Am fünften Tag seiner Bloggertätigkeit allerdings deutete Bernanke den wahren Bösewicht der Weltwirtschaft aus: ein Land, das angeblich eine große Gefahr für seine Nachbarn darstellt und dessen Politik eine Erholung der Weltwirtschaft gefährdet.

Damit meinte Bernanke nicht die unter Schulden ächzenden Japaner oder Griechen, es...

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Kategorie(n): Inland  Wirtschaft 

  03.04.2015   11:32   Leserkommentare (3)

Griechenland: Spielstein in Putins Schachpartie gegen die EU

Viel haben radikale Linke, wie die griechische Regierung unter Premierminister Alexis Tsipras, und rechtsnationale Parteien, wie der französische Front National, nicht miteinander gemeinsam. Beide können jedoch auf Unterstützung durch Moskau hoffen.

Die Maxime, dass der Feind meines Feindes mein Freund sei, scheint für Russland in seinem Verhältnis zur Eurozone bestimmend zu sein. Jegliche Bestrebungen, die geeignet sind, die europäische Einigung zu untergraben, Dissens innerhalb Europas zu schaffen oder die Rettung des Euro zu erschweren, treffen bei Russlands Präsidenten Vladimir Putin auf ein wohlgefälliges Auge.

Diese Woche präsentierte die griechische Regierung nicht nur ihren EU-Partnern eine weitere Liste von Reformvorsätzen, sondern sie strich auch heraus, wie wichtig ihr engere Beziehungen zu Russland sind. Nächste...

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Kategorie(n): Ausland  Wirtschaft 

  06.11.2013   11:05   Leserkommentare (7)

Ich erspähe den Niedergang der Allianz des ‘Alten Westens’

Als letzte Woche bekannt wurde, dass es dem US-Geheimdienst gelungen war, das Mobiltelefon der deutschen Kanzlerin Angela Merkel anzuzapfen, machte dies international Schlagzeilen. Mit Recht - aber nicht nur deshalb, weil dies die neueste Enthüllung im Gefolge des Whistleblowing von Edward Snowden über die Aktivitäten der National Security Agency ist.

Die eigentliche Lektion dieses Vorfalls für uns ist etwas tiefgreifender: der „Westen“ und das transatlantische Bündnis nach dem 2. Weltkrieg sind Geschichte.

Überraschend ist nur, dass es ein altgedienter US-Diplomat war, der das unmissverständlich verdeutlichte. John Kornblum, US-Botschafter von 1997 bis 2001 zunächst in Bonn und später in Berlin, erklärte zur besten Sendezeit im deutschen Fernsehen, die beiden Nationen seien keine Freunde, sondern lediglich Partner. Da...

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Kategorie(n): Inland  Ausland 

  30.10.2013   00:21   Leserkommentare (im Wartemodus)

Eine hohe Staatsquote verwandelt Europa in eine Zone des Nullwachstums

Am Montag veröffentlichte die europäische Statistikbehörde Eurostat ihre amtlichen Jahresdaten für die öffentlichen Finanzen der Europäischen Union. Bei oberflächlicher Betrachtung enthalten die Zahlen zumindest einige gute Nachrichten: das Defizit der Eurozone für 2012 betrug 3,7 Prozent des BIP. Das ist sicherlich recht hoch. Eigentlich zu hoch für die europäischen Verträge, die nur 3 Prozent neue Schulden pro Jahr gestatten. Aber zumindest ist es besser als die im Jahr 2011 verzeichneten 4,2 Prozent Defizit, von den 6,2 Prozent 2010 oder den 6,4 Prozent 2009 ganz zu schweigen.

Auf der anderen Seite sind die Eurostat-Daten nach wie vor niederschmetternd. Auch wenn das Defizit zurückgeht, so bedeutet selbst ein vermindertes Defizit jedoch, dass die Gesamtschuldenlast wächst. Von 2009 bis 2012 stieg die Schuldenquote für...

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Kategorie(n): Inland  Ausland  Wirtschaft 

  20.10.2013   02:24   Leserkommentare (1)

Europas Bankenkrise bricht wieder durch

Die europäische Krise spielt sich auf mehreren verschiedenen Ebenen ab - einige deutlich sichtbar, andere weniger. Die Schlagzeilen der letzten vier Jahre wurden beherrscht von Europas Staatschuldenkrise. Die Haushaltsprobleme in einigen Mittelmeerländern und in Irland waren offensichtlich und mussten durch mehrere Rettungspakete eingedämmt werden.

Was diese Staatsschuldenkrise so spürbar macht, ist die Tatsache, dass die betreffenden Beträge leicht festgestellt werden können. Man mag zwar Zweifel an ihrer Verlässlichkeit haben, doch zumindest sind offizielle Schuldenzahlen allgemein bekannt. Ihre Entwicklung lässt sich messen und mit hinreichender Genauigkeit prognostizieren. Dazu braucht es lediglich ein paar Klicks zur Website der Europäischen Kommission oder zur europäischen Statistikbehörde Eurostat.

Mit Europas anderer...

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Kategorie(n): Inland  Ausland  Wirtschaft 

  20.10.2013   02:19   Leserkommentare (2)

David Cameron, ein wiedergeborener Tory

Neben dem britischen Premierminister David Cameron könnte ein Chamäleon vor Neid erblassen. Acht Jahre nach seiner Wahl zum Parteivorsitzenden der Konservativen und kaum mehr als drei Jahre, nachdem er Premierminister einer Koalitionsregierung mit den Liberaldemokraten wurde, hat Cameron sich selbst schon wieder neu erfunden. Die einzige Überraschung: Diesmal klingt er endlich wie ein richtiger Tory.

Beim jährlichen Parteitag der Konservativen in Manchester in der letzten Woche hat Cameron vielleicht nicht sein bestes rhetorisches Feuerwerk gezündet. Dagegen machte seine erste Rede jeden in der Partei glücklich: seine Unterhausabgeordneten, die Tory-Basis und sogar seinen langjährigen Erzkritiker Simon Heffer, Kolumnist der Daily Mail.  Ohne den geringsten ironischen Unterton schrieb Heffer: „Wie außerordentlich erfrischend....

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Kategorie(n): Ausland