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  29.08.2015   03:13   Leserkommentare (3)

In eigener Sache: Why Europe Failed

Am Montag erscheint im australischen Connor Court-Verlag mein Essay Why Europe Failed. Hier schon einmal eine kurze Zusammenfassung und ein Auszug:

“Oliver Hartwich has written a compelling essay, Why Europe Failed. He lucidly identifies the essentially undemocratic character of much of the European project. Political elites, unaccountable to national electorates, impose decisions on tens of millions of people without any real fear of rebuke. Hartwich provides a sobering analysis of an ageing Europe, overburdened by the size of its welfare state. This gives added context to the current travails of Greece.”
Hon John Howard OM AC
Prime Minister of Australia 1996-2007

Why Europe Failed - edited extract:

There was a time, not long ago, when some commentators believed Europe was a model for the rest of the world. US sociologist Jeremy...

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Kategorie(n): Inland  Ausland  Wirtschaft 

  16.08.2015   01:38   Leserkommentare (1)

Mit links ins Abseits

Der Wettstreit um den Vorsitz der britischen Labour-Partei ist in Australien nicht vielen ein Anliegen. Wozu sich in die internen Debatten einer Partei vertiefen, die gerade eine krachende Niederlage bei den Wahlen erlitten hat und sich auf fünf lange Jahre auf der Oppositionsbank einstellen muss?

Politisch interessierten Australiern bietet sich im eigenen Land genug Stoff zum Diskutieren. Zur Auswahl stehen derzeit ein Spesenskandal, das Endspiel um die Homo-Ehe, außerdem die kürzlich zurückgetretene Sprecherin des australischen Repräsentantenhauses und ihr nachgerade sprichwörtliches Pech sogar bei einer Tombola in ihrem Veteranenklub.

Dennoch lassen sich auch aus dem Hauen und Stechen in der Labour-Partei Großbritanniens Lehren ziehen, und zwar nicht allein für die linke Mitte im Königreich, sondern auch für...

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Kategorie(n): Ausland  Wirtschaft 

  07.08.2015   11:01   Leserkommentare (8)

Ruhiggestellt: Deutschland unter Merkel

Wie aus den Medien verlautete, wird sich Angela Merkel im Jahr 2017 um eine vierte Amtszeit bewerben. Das kommt für diejenigen überraschend, die auf einen Rücktritt der deutschen Bundeskanzlerin vor der nächsten Bundestagswahl spekuliert hatten. Denn sie ist bereits seit fast zehn Jahren im Amt und hat seit 2000 den Vorsitz ihrer Partei inne.

Es sind zwar noch ein paar Jahre bis zu den Wahlen, aber eine Vorhersage fällt nicht schwer: Dank ihrer persönlichen Beliebtheit und der chronischen Schwäche der SPD wird Merkel weiterhin die Regierung anführen.

Gar nicht so klar ist, warum Merkel überhaupt im Amt bleiben will. Schließlich gibt es kein augenfälliges Projekt, keine Ideologie und keinen großen Entwurf, den sie repräsentiert.

Unter Angela Merkel ist die deutsche Politik in einen eigenartigen Winterschlaf gefallen. Die...

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Kategorie(n): Inland 

  31.07.2015   09:42   Leserkommentare (2)

Monetäre Tollheit lässt sich noch steigern

Wenn man in einer Grube steckt, sollte man mit dem Graben aufhören. Jedoch gilt diese Weisheit offenbar nicht in der Eurozone. Nach fünf turbulenten Jahren der aus der monetären Integration Europas erwachsenen Krise planen führende europäische Politiker nun, mit Vollgas die nächste Stufe der Integration anzustreben. Es geht um die Integration der Fiskalpolitik.

In seiner aktuellen Ausgabe berichtet der SPIEGEL über Bestrebungen, die Haushalte der Eurozonen-Mitglieder enger zu koordinieren. In Zukunft könnte ein europäischer Finanzminister über einen nennenswerten Anteil der bisher nationalen Haushalte verfügen. Ein neues europäisches Schatzamt könnte auch eine eigene Steuerhoheit beanspruchen, indem es entweder einen Teil der nationalen Besteuerung an sich zieht oder die Berechtigung bekommt, einen Aufschlag darauf zu...

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Kategorie(n): Inland  Ausland  Wirtschaft 

  24.07.2015   10:46   Leserkommentare (im Wartemodus)

Zeit für die nächste Eurokrise

Die griechischen Banken haben wieder geöffnet, das dritte Rettungspaket wird geschnürt, und Griechenland nähert sich allmählich wieder einer Art von Normalzustand. Damit können wir uns wieder um andere Dinge kümmern: beispielsweise die Eurokrise.

“Halt!” höre ich die Leser rufen, es war doch die Eurokrise, die uns während der letzten Monate auf Trab gehalten hat. Da wäre ich mir aber nicht so sicher.

Griechenland ist ein Sonderfall. Die strukturellen Probleme seiner Volkswirtschaft sind riesig, aber seine wirtschaftliche Bedeutung für Europa, erst recht für den Rest der Welt, ist begrenzt. Das Bruttosozialprodukt von Griechenland ist lediglich ungefähr so groß wie das von Hessen, bei anderthalb mal größerer Bevölkerung.

Wie sich wieder gezeigt hat, waren enorme Anstrengungen nötig, um Griechenland in der Eurozone und...

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Kategorie(n): Ausland  Wirtschaft 

  16.07.2015   11:55   Leserkommentare (6)

Warum wird Deutschland der Schwarze Peter zugeschoben?

Leser dieser Kolumne wissen: Ich bin nicht Angela Merkels größter Fan. Auch halte ich ihre Griechenland-Strategie nicht für sehr erfolgreich. In den vergangenen Jahren hat sie zweifellos einige eklatante Fehler gemacht, die sowohl die Griechen als auch den deutschen Steuerzahler teuer zu stehen gekommen sind.

Dennoch empfinde ich das Kesseltreiben gegen die deutsche Bundeskanzlerin und ihren Finanzminister Wolfgang Schäuble seit dem Marathongipfel am vergangenen Wochenende als äußerst ungerecht. Noch während die Verhandlungen im Fluss waren, kursierte auf Twitter der Hashtag #thisisacoup. Auf seinem Blog beschuldigte Paul Krugman die Deutschen, den Geist der europäischen Integration verraten zu haben. Jetzt kommt auch noch ein Boykottaufruf für deutsche Produkte hinzu.

Was hat Deutschland denn verbrochen? Offenbar ist seine...

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Kategorie(n): Inland  Ausland  Wirtschaft 

  09.07.2015   02:30   Leserkommentare (7)

Merkel muss ihr Waterloo eingestehen

Mit Ausnahme von Premierminister Alexis Tsipras sind aus dem griechischen Referendum keine Gewinner hervorgegangen, dafür aber eine große Verliererin: die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Merkels Strategie für den Umgang mit dem griechischen Problem hat den Griechen schwer geschadet. Sie hat mit ihren finanziellen Engagements die Haftungsrisiken für Deutschland enorm erhöht. Und sie hat die Europäische Union in die schlimmste Krise ihrer Geschichte geführt.

Die Frage lautet nicht, wie Merkel es so weitgehend vermasseln konnte. Vielmehr stellt sich die Frage, wie sie damit so lange durchkommen und dennoch in Deutschland beliebt und im Ausland respektiert (oder gefürchtet) sein konnte.

Zum Verständnis von Merkels Rolle ist es hilfreich, an den Beginn der griechischen Krise im Frühjahr 2010 zurückzugehen.

Am 21. März...

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Kategorie(n): Inland  Ausland  Wirtschaft 

  02.07.2015   09:35   Leserkommentare (8)

Schuldzuweisungen innerhalb der Eurozone sind wohlfeil – aber keine Lösung

Liebe Leser, ich muss Sie um Nachsicht bitten. Seit fünf Jahren bemühe ich mich, für den Business Spectator und die Achse des Guten ausgewogene, gut recherchierte Kolumnen zu verfassen, ab und zu mit einer provokanten Aussage gewürzt. Heute – am Tag 1 nach dem griechischen Staatsbankrott – ist mir das nicht möglich. Ich bin einfach zu wütend.

Nun also, mit einer Entschuldigung an meine sehr geschätzten Herausgeber, meine Wutrede über Athen.

In der schier endlosen Eurokrise war die vergangene Woche zweifellos die bisher bizarrste. Ich kann mich nicht daran erinnern, etwas ähnliches je erlebt zu haben. Wir wurden Zeugen einer unfassbaren Mischung aus politischem Dilettantismus, Chuzpe und Aggressivität.

Niemand in diesem Euro-Spiel ist unschuldig. Alle Beteiligten müssen ihren Anteil an dem Desaster eingestehen und ihre...

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Kategorie(n): Inland  Ausland  Wirtschaft