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  12.12.2014   17:00   Leserkommentare (18)

Einbrecher atmen auf

In Amerika, vor allem im Westen, muss ein Einbrecher damit rechnen, dass er vom Hausbesitzer erschossen wird. Und der Selbstverteidiger hat gute Chancen, ungestraft davon zu kommen. Dass diese Sitte die Entwicklung des amerikanischen Einbrecherwesens stark beeinträchtigt, liegt auf der Hand. Ganz anders Europa. Hier herrscht ein deutlich einbrecherfreundlicheres Klima.

Bestätigt wurde dies jetzt durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshof, das vom ehrbaren Einbrecherhandwerk als eine längst überfällige Ermutigung verstanden werden dürfte. Der Fall: Ein Einbrecher war bei der Ausübung seiner Tätigkeit vom Hausbesitzer gefilmt worden, ohne um Erlaubnis gefragt worden zu sein. Der Einbrecher verklagte den Hausbesitzer, bei dem er einbrechen wollte, wegen der Verletzung seiner Privatsphäre und bekam vom obersten europäischen...

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Kategorie(n): Inland 

  10.12.2014   19:05   Leserkommentare (5)

Äußerst korrekte Hebriden

In dem reizenden Städtchen Stornoway auf Lewis, der Hauptinsel der Äußeren Hebriden, gibt es einen Polizeiposten samt Gefängniszellen. Warum auch nicht. Die Äußeren Hebriden sind wegen ihrer dezentralen Lage ein sehr geeigneter Ort für einen Knast. Wer dort ausbrechen will, muss nicht nur die Gefängnismauern überwinden sondern auch den Atlantik, der die Äußeren Hebriden in Richtung Amerika und Schottland umspült. (Wer auf der Insel bliebe, würde wegen mangelnder Bewegungsmöglichkeit bald geschnappt.) Von den Äußeren dürfte es dann erstmal zu den Inneren Hebriden gehen, für die das gleiche gilt. Das Ausbruchsziel muss das schottische Festland sein, sonst endet der Traum von der Freiheit vorzeitig. Amerika dürfte von vornherein nur ein Traum sein.

Im Prinzip haben wir es also mit einem ausbruchsicheren Zellenblock zu...

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Kategorie(n): Ausland 

  05.12.2014   23:54   Leserkommentare (6)

Dämmen und Verdummen

Reporter: Guten Tag Herr Koofmich …

Koofmann: … Koofmann, wenn ich bitten darf …

Reporter: Entschuldigung. Und danke, dass Sie zu diesem Interview bereit sind.

Koofmann: Gerne. Es ist ja der Umwelt zuliebe.

Reporter: Natürlich. Sie verkaufen Dämm-Material für Häuser.

Koofmann: Richtig. Aber so einfach ist die Sache nicht.

Reporter: Wieso?

Koofmann: Ehe wir zum Einzelverkauf schreiten konnten, mussten wir unsere Produkte natürlich der Regierung verkaufen.

Reporter: Warum das denn?

Koofmann: Weil die Politik den Boden für unsere Verkaufsstrategie bereiten musste.

Reporter: Verstehe. Und? Ist das gelungen?

Koofmann: Es hätte nicht besser sein können. Die Politik hat für uns den Boden moralisch, ökonomisch und juristisch bereitet.

Reporter: Donnerwetter. Drei auf einen Schlag.

Koofmann: Ja....

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Kategorie(n): Bunte Welt 

  02.12.2014   04:52   Leserkommentare (5)

Die große Fussball-Tragödie

Zugegeben: Es ist wichtig, die vielen mittleren Probleme offen anzusprechen, die uns plagen. Die teuere deutsche Klimareligion zum Beispiel, den linken und rechten Antisemitismus, den billigen Antiamerikanismus und den mörderischen Islamismus. Aber was ist das alles gegen die große Tragödie, die dieser Tage die Fußballwelt erschüttert? Hat bei der Achse denn niemand ein Mitgefühl mit den Herren Klopp und Co? Fühlt sich niemand ins Herz getroffen beim Anblick der Borussia Dortmund auf dem letzten Tabellenplatz der Bundesliga?

Borussia Dortmund, dieser schwarzgelbe Wirbelsturm, war doch die einzige Hoffnung im Kampf gegen die Fußball-Diktatur von Bayern München. Und nun wird die Alleinherrschaft der Bayern durch den Leidensweg der Borussen zementiert. Jetzt kann man die Bayern nur noch durchwinken. Wozu sollen sie überhaupt...

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Kategorie(n): Inland 

  26.11.2014   22:06   Leserkommentare (4)

Belgische Folter

König Leopold, der Afrikaner-Schinder vom Kongo, gehört in Belgiens dunkle Vergangenheit. Oder etwa nicht? Könnte es sein, dass sein böser Geist noch heute lebt? Eine Rüge des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte lässt diesen Verdacht aufkommen. Die Menschenrechtsrichter haben im Land der Flamen und Wallonen neue scheußliche Machenschaften aufgedeckt und die Verantwortlichen zu einer saftigen Strafe verurteilt.

Das Opfer der Belgier war diesmal kein Schwarzer vom Kongo sondern ein straffälliger Nichtraucher aus Südosteuropa. Unvorstellbar, was man diesem Mann angetan hat: Die Gefängnisleitung hat den Nichtraucher bedenkenlos mit zwei stark rauchenden Gesetzesbrechern in eine Zelle gesteckt! Ein Nichtraucher mit gleich zwei Rauchern! In einer Zelle! Ungeheuerlich.

Und nicht nur das! Der arme Kerl musste auch noch...

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Kategorie(n): Ausland 

  21.11.2014   19:12   Leserkommentare (11)

An die Angst vor keiner Inflation müssen wir uns erst noch gewöhnen

Gerade lese ich: Draghi will Inflation mit allen Mitteln anheizen! Und zwar wegen der schwachen Teuerungsrate in der Euro-Zone. Die Inflation anheizen! Wegen der schwachen Teuerungsrate! Ich finde, diese Nachricht hat was. Endlich wird energisch gegen die Preisstabilität vorgegangen. Wo kämen wir hin, wenn die Preise weiter stabil blieben! Undenkbar.

Aber irgendwie komisch ist das doch. Oder?

Ja, ja, ich weiß: Das kann nur einer sagen, der von Wirtschaft und Finanzen keine Ahnung hat. Volks- und finanzwirtschaftlich hat der Kampf für mehr Inflation durchaus seine Richtigkeit. Schließlich geht die Sorge vor einer Deflation um. Und jeder Ökonom weiß, dass die gesunde Preisstabilität in der Nähe von zwei Prozent Inflation liegt. Mit anderen Worten: Die ideale Preisstabilität ist keine Preisstabilität sondern Inflation. Das...

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Kategorie(n): Wirtschaft 

  04.11.2014   10:59   Leserkommentare (7)

Satire? Bloß nicht!

Ich gebe zu, es war ein böser und völlig unernst gemeinter Vorschlag. Dort, wo der Ernst des Lebens herrscht, wäre es sicher nicht ganz klug, radikale Salafisten und bekloppte Hooligans in einem Stadion aufeinander loszulassen. Die Idee ist allein schon aus Kostengründen abzulehnen: Wer zahlt die sicher nicht unbeträchtliche Aufräumarbeit? Andererseits: Die Begegnungen der beiden Gruppen auf unseren Straßen sind auch kostenträchtig. Und da hat man eine ganz einfache Antwort gefunden: Die Kosten trägt der Steuerzahler.

Mein Vorschlag die HoGeSa-Gruppe (Hooligans gegen Salafisten) und die SaGeHo-Alternative (Salafisten gegen Hooligans) quasi als Gladiatoren in die Arena zu schicken, war jedenfalls pure Satire. Und was ist passiert? Einige Achse-Leser haben die Frage aufgeworfen, ob es denn angebracht sei, ein so ernstes Thema...

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Kategorie(n): Inland  Kultur 

  31.10.2014   23:01   Leserkommentare (10)

HoGeSa und SaGeHo

Auf mehreren Fußballplätzen ist es den Hooligans inzwischen verboten, mit HoGeSa-Symbolen aufzutreten. Das erscheint auf den ersten Blick auch vernünftig: „Hooligans gegen Salafisten“ haben, so glaubt man, auf dem Fußballplatz nichts zu suchen. Ihre Heimat ist die Straße; nur dort treffen sie auf ihre Erzgegner, die Salafisten. Aber muss das so sein? Wäre es nicht Zeit für eine Reform in den Hooligan-Salafisten-Beziehungen?

Zunächst ist natürlich festzustellen: Der gemeine Salafist ist, anders als der gemeine Hooligan, kein Fußball-Fan. Es zieht ihn nicht in die Ost-, Nord-,West- oder Südkurve, wo der Hooligan gerne Unterschlupf findet. Der Hooligan wiederum macht einen großen Bogen um die deutsche Moscheenlandschaft. Will man die beiden Gruppen in Kontakt bringen, so bleibt, wie neulich in Köln, bisher nur das...

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Kategorie(n): Inland