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  29.06.2015   07:00   Leserkommentare (2)

Der Professor und die Frauen, Teil zwei

Die political correctness (pc) hat in der akademischen Welt Englands nun ihren abschließenden Gipfel erreicht. Sollten wir sie „Politische Überkorrektheit“ (PÜ) nennen? Oder „Politische Beklopptheit“ (PB)? Am besten wohl „Diktatur der Intoleranten und Humorlosen (DIH).

Auf das University College of London (UCL), eine bisher hoch angesehene akademische Einrichtung, würde jede dieser Bezeichnungen passen wie maßgeschneidert. Zumal ihr Präsident, Michael Arthur, jetzt öffentlich verkündet hat, dass die Universität einen Professor, dessen man sich aus all den oben erwähnten Gründen entledigt hat, nicht wieder aufnehmen wird.

Der Fall, der seit über einer Woche die akademische Welt Großbritanniens beschäftigt, hatte damit begonnen, dass die Universität den Nobelpreisträger Professor Tim Hunt ungehört aus ihren...

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Kategorie(n): Ausland  Kultur 

  16.06.2015   17:28   Leserkommentare (4)

Frauen stören und neigen zu Tränen

Hier mal wieder eine Geschichte aus der schönen neuen Welt, die uns erwartet und stellenweise schon ereilt hat. Sie handelt von dem englischen Professor und Nobelpreisträger Tim Hunt, der etwas sagte, was er nicht hätte sagen sollen und nun erfahren hat, dass das größtmögliche Verbrechen dieser Tage das unbedachte Wort ist. Im Zeitalter der politischen Korrektheit endet unsere Freiheit bekanntlich dort, wo sie irgendjemanden künstlich empört. Die Tage der freien Thekenmotzerei sind vorüber. Da wir global vernetzt und vertwittert sind, werden wir auch dann bei unzulässigen Bemerkungen ertappt, wenn wir sie unter Eskimos, Entschuldigung: unter Inuit, in einem Iglu äußern.

Dieser englische Biologie-Professor war nicht unter Inuit sondern unter Südkoreanern, als er in Seoul etwas Negatives über Frauen sagte. Oh je. Etwas...

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Kategorie(n): Ausland 

  29.05.2015   14:56   Leserkommentare (7)

Warum haben wir keine Loretta?

Warum haben ausgerechnet die Vereinigten Staaten von Amerika, wo Soccer nur ein Nebensport ist, die Trockenlegung des Fifa-Sumpfes übernommen? Klar, das kann man fragen. Interessanter ist die Frage: Warum hat Europa, die Hochburg des Fußballs, dem Jahrzehnte langen Korruptionstreiben dieser ehrenwerten Gesellschaft ebenso lange tatenlos zugeschaut?

Es gibt eine Antwort, die nicht jedem gefallen wird. Man kann sie auf den Nenner bringen: typisch Amerika, typisch Europa.

In Amerika hat man die Angewohnheit, zu handeln, wenn ein Problem auftaucht. In Europa pflegt man das kluge Klagen, die gediegene Empörung, das tatenlose Kopfschütteln, nicht selten auch das Aussitzen. Ob Balkankrieg, ob Fifa-Sumpf: die einen tun was, die anderen diskutieren auf hohem Niveau und aus der Distanz. Die Diskutierer blicken mit leichtem Hochmut, ja...

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Kategorie(n): Inland  Ausland 

  28.05.2015   14:10   Leserkommentare (9)

Unglaublich! Korruption bei der Fifa!

Mit ungläubigem Staunen und abgrundtiefer Erschütterung haben Kenner der internationalen Fußballszene die Verhaftung führender Fifa-Funktionäre zur Kenntnis genommen. Ein Fifa-Mitglied voller Verzweiflung und mit tränenerstickter Stimme: „Bestechung und Korruption? Beim Weltfußballverband? Das hätte ich nie und nimmer gedacht. Alles, nur das nicht.“

Die Überraschung hätte größer nicht sein können. Der Weltfußballverband galt bekanntlich in weiten Kreisen als eine der saubersten Organisationen, die die Welt je gesehen hat. Vor allem bei der Vergabe der WM-Turniere konnte man davon ausgehen, dass alles, aber auch alles mit absolut rechten Dingen zuging. Ein enttäuschter Beobachter: „Nehmen wir nur die Vergabe der WM 2022 an die Fußball-Hochburg Katar. Das war doch eine so naheliegende, einleuchtende und...

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Kategorie(n): Inland  Ausland  Kultur  Wirtschaft 

  24.05.2015   14:03   Leserkommentare (2)

Das Song-Contest-Fukushima

Reporter: Herr Professor Klüger …

Professor: … Krüger, nicht Klüger …

Reporter: Entschuldigung. Mein Fehler.

Prof.: Ein verständlicher Irrtum …

Reporter: Sie sind Gesellschaftsanalytiker …

Prof.: … Society Analyst …

Reporter: Genau. Und Sie haben eine erste Analyse des Eurovision Song Contest erstellt. Wie fällt die aus?

Prof.: Verheerend. Man kann ohne Übertreibung von einem europäischen Fukushima sprechen.

Reporter: Fukushima? Ist das nicht ein bisschen übertrieben? Es gab schließlich Gewinner und Verlierer.

Prof.: Nur scheinbar. Wer hat denn gewonnen. Schweden. Ein kaum besiedeltes Land am Nordrand Europas.

Reporter.: Nun ja …

Prof.: Und wer hat verloren? Das 80-Millionen-Volk im Zentrum des Kontinents. Dabei weiß doch jeder: Wenn Deutschland zusammenbricht, bricht ganz Europa zusammen.

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Kategorie(n): Inland  Ausland  Kultur 

  22.05.2015   10:00   Leserkommentare (10)

Der Passauer Fensterl-Kulturkampf

Die Gendergemeinde kann aufatmen. Die Passauer Universität hat dieser Tage ein klares Fensterl-Verbot ausgesprochen. Eine Zeitlang sah es so aus, als könnten die Sportstudenten dieser altbayerischen Stadt tatsächlich einen Fensterlwettbewerb durchführen. Es kommt nicht dazu. Der Fensterlwettbewerb musste abgesagt werden, weil er – so die Gleichstellungsbeauftragte der Uni - die Frauen zu Sexobjekten degradiert hätte. Zweifellos eine zeitgemäße Entscheidung, auch wenn man beim ehrenwerten Handwerk der Fensterbauer und vielleicht auch bei den Herstellern von Leitern den Verzicht auf diese werbewirksame Aktion bedauern mag.

Allzu hart stießen hier uraltes bayerisches Brauchtum und neuzeitliche Genderpolitik aufeinander. Das Brauchtum musste auf der Strecke bleiben. Leichen des Traditionellen pflastern nun mal den Weg der...

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Kategorie(n): Inland  Kultur 

  16.05.2015   23:12   Leserkommentare (6)

Die Briten sind Europas reifste Demokraten

Alle reden von Griechenland, aber was ist mit England? Warum vergeuden die Spitzenpolitiker Europas Unmengen an Zeit, Energie und Gehirnschmalz, um ein niedliches Ländchen am Rande Europas, das mit Geld nicht umgehen kann, rauszuhauen? Und der drohende Austritt eines der wichtigsten Länder der Europäischen Union löst nur stummes Staunen aus. Was ist das? Schockstarre, weil nicht sein kann, was nicht sein darf? Oder sind zu viele Politiker aufs altsprachliche Gymnasium gegangen, so dass ihnen Homer näher ist als Adam Smith und Churchill?

Das verstehe, wer will. Bei halbwegs realistischer Gewichtung kann uns die große griechische Tragödie, die ja eigentlich eine Komödie ist, ziemlich wurscht sein. Dagegen trifft das politische Abenteuer, das uns die Briten vorführen, nicht nur mitten ins Herz des Königreichs, sondern mindestens...

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Kategorie(n): Ausland 

  15.04.2015   21:47   Leserkommentare (1)

Micky-Mouse-Häuser mit Ausblick auf den Harlem-River

Der Plan war nicht so kühn wie er auf den ersten Blick erscheint: „Komm, wir machen einen Spaziergang in der Bronx.“

Der New Yorker Stadtteil Bronx ist besonders gefürchtet, seit Tom Wolfe dem Ort in seinem „Fegefeuer der Eitelkeiten“ eine schaurige Hauptrolle gegeben hat. Nicht ohne Grund: In der South Bronx findet man die wildesten Slums der Stadt. Harlem, einst auch ein Furcht einflößender Name, ist inzwischen streckenweise geradezu schick geworden. Um in „unsere“ Bronx zu gelangen, nimmt man allerdings nicht den berühmten „A Train“, der nach und durch Harlem führt, sondern die U-Bahn Nummer eins.

Auch für die Bronx gilt eben, was für ganz Amerika gilt: Bronx ist nicht gleich Bronx. In Riverdale, im Nordwesten des einzigen New Yorker Festland-Stadtteils, fühlen sich sogar Millionäre wohl und sicher und...

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Kategorie(n): Ausland