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20.05.2013   00:34

Keine gute Tat bleibt ungestraft

Es mag ja noch angehen, dass griechische Hassprediger Angela Merkel mit Hitlerbärtchen malen. Dass die Griechen aber dem deutschen Beitrag beim Eurovision Song Contest null Punkte gaben, geht nun wirklich zu weit. Hier ist, um mit Barrack Obama zu sprechen, eine rote Linie überschritten worden.

Man hätte die Null-Punkte-Politik der Griechen noch nachvollziehen können, wenn Angela Merkel das Lied „Glorious“ gesungen hätte. Aber es war doch die süße Natalie Horder mit ihrer Cascada-Band. Die hätten doch wenigstens sechs Punkte verdient. Schließlich haben wir den Griechen doch auch sechs Punkte gegeben. Und das für einen singenden Opa mit Ouzo-Stimme. Aber so sind sie, die Griechen. Selber sechs Punkte kassieren, und null zurückzahlen.

Wäre es nicht an der Zeit, dass Frau Merkel sich nun ihrerseits von den Griechen ein

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06.05.2013   22:44

Lieber Uli Hoeneß

über Ihre Sünde kann ich mich nicht sehr aufregen. Wir sind doch ein ganzes Volk von großen und kleinen Sündern. Trotzdem werfen wir gerne den ersten Stein. Aber so ist nun mal der Mensch. Er ist nicht so, wie die Bibel ihn gerne hätte. Wahrscheinlich hätten Sie es heute ein bisschen leichter, wenn Sie nicht selber ein solcher Sünden-Geißler gewesen wären. Aber auch das ist menschlich. Die schärfsten Kritiker der Elche sind früher oder später selber welche.

Ich möchte Ihnen jetzt, wo es um Ihre Posten beim FC Bayern geht, statt dessen in einer Sache Trost spenden, die ein Nebenprodukt Ihrer Sünde ist. In Ihrem großen Zeit-Interview haben Sie ja geklagt: „Ich gehöre nicht mehr dazu.“ Das mag stimmen. Warten wir es ab. Aber glauben Sie mir: Das ist so oder so ein Luxusproblem. Die meisten Leute gehören nicht dazu. Ich

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03.05.2013   19:04

War Margaret Thatcher doch keine Deutsche?

Mein Verdacht, dass Margaret Thatcher wegen ihrer Ordnungsliebe, ihrer Tüchtigkeit, ihrer Rechthaberei und ihrer Humorlosigkeit in Wahrheit eine Deutsche war, ist auf Widerspruch gestoßen. Ein Achgut-Leser meint, dass Lady Thatcher nicht die Spur eines deutschen Gens in sich getragen haben könne, weil für sie die Freiheit und die Eigenverantwortung elementar gewesen seien. Außerdem hätte sie sich lieber die Zunge herausgeschnitten, als eine Debatte über soziale Gerechtigkeit zu starten. Damit sei sie die geborene Antagonistin des deutschen Herdentriebs gewesen.

Ich muss sagen: Da ist etwas dran. Die Freiheitsliebe ist keine originär deutsche Tugend. Sie gilt hierzulande sogar als verdächtig. Eigenverantwortung gilt in unserem schönen Land geradezu als Zumutung. Und die soziale Gerechtigkeit wird bei uns bis zur sozialen

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02.05.2013   16:48

War Margaret Thatcher eine Deutsche?

Könnte es sein, dass Margaret Thatcher – unerkannt oder bewusst unterdrückt – genetisch eine Deutsche war? Ich stelle mir diese Frage schon lange, habe mich zu ihren Lebzeiten aber nicht getraut, sie zu äußern. Nun, da die Eiserne Lady nicht mehr unter uns weilt, und nach einer respektvollen Trauerpause, will ich es wagen.

Wie komme ich zu der Annahme, dass Margaret Thatcher eine Deutsche war? Ausgangspunkt ist die Frage: Wie konnte es Frau Thatcher schaffen, ihr etwas verschludertes Land derart aufzuräumen, dass es anschließend kaum wieder zu erkennen war? Woher nahm sie die Tüchtigkeit, die dazu notwendig war? Woher kam dieser Drang, Ordnung schaffen?

Tüchtigkeit gilt in England als ein durch und durch deutsches Markenzeichen. Das ist halb anerkennend, halb herablassend, wie sich Leute geben, die das Leben lieber auch

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01.05.2013   23:23

Steuern. Eine deutsche Liebesgeschichte.

Mit Abscheu, Empörung und Entsetzen lese ich, was der Hoeneß gemacht hat. Mit Unruhe lese ich, dass die Grünen wieder meine Steuern erhöhen wollen. Ich frage mich: Was habe ich davon, wenn die Grünen mit den höheren Steuern Kindergärten und Bildungseinrichtungen bauen wollen?

Ich bin aus dem Kindergartenalter heraus, habe also keinen Anspruch auf einen staatlich garantierten und kostenlosen Kita-Platz. Mein Enkel ist auch schon aus dem Alter heraus. Außerdem wohnt er in Amerika. Das Pflegeheim, das ich mir in absehbarer Zeit proaktiv mal anschauen werde, kriege ich nicht umsonst. Es kostet eine Menge Geld. So Hoeneß-Preisklasse. Ich bin auch längst dazu übergegangen, mich selber zu bilden, ohne die dazu vorgesehenen Einrichtungen. Die meisten würden mich sowieso nicht mehr nehmen. Ich habe auch keine Lust, mich von den

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21.04.2013   17:25

Ein Abgrund an Phobie

Es gibt schon wieder Berichte darüber, dass der Nordkoreaner weiter mit seinen Raketen herum macht. Kim Jong-Un heizt, so lese ich, die Spannungen in der ganzen Region noch mehr an. Ich finde das sehr bedenklich. Jeden Tag neue Negativmeldungen über Kim. Ich fürchte, wir sind auf dem besten Weg, in eine bedenkliche Kimophobie abzugleiten. Als hätten wir mit der Islamophobie nicht schon genug zu tun,  droht sich bei uns nun eine völlig undifferenzierte Nordkoreaphobie auszubreiten.

Nun höre ich den einen oder anderen Kimophoben schon sagen: „Der Mann macht ja auch fürchterliche Sachen. Er spielt mit der Atombombe. Bedroht seine Nachbarn mit Raketen. Ergeht sich tagtäglich in Kriegsrhetorik. Will sogar den Amerikanern ans Leder. Das muss doch mal gesagt werden.“

Dazu sage ich: „Na und?“ Das machen die radikalen

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10.04.2013   16:24

Arm an Höhepunkten

Lieber Herr Broder,

Sie haben einer Kollegin „ein an Höhepunkten armes Leben“ vorgeworfen. Ich finde, das geht nicht. Auch ich habe ein an Höhepunkten armes Leben, aber ich mag es nicht, wenn man mich damit aufzieht.

Stellen Sie sich doch mal so ein Leben vor. Ich wache morgens auf, schaue mich um und suche vergebens nach einem Höhepunkt. So geht es den ganzen Tag weiter. Während um mich herum die Leute sich vor lauter Höhepunkten nicht mehr retten können, schleiche ich von Nichthöhepunkt zu Nichthöhepunkt.

Schon beim Frühstück tut sich nicht viel. Etwas Toast, ein bisschen Marmelade, dazu Tee. Dann schreib ich ein paar Zeilen, die ich aber auch nicht als Höhepunkt des Schreibens bezeichnen möchte. Das Mittagessen ist mittelmäßig. Am Nachmittag versuche ich aufzuarbeiten, was morgens liegengeblieben ist. Aber da

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08.04.2013   17:57

Margaret und Angela

Ich habe Margaret Thatcher viele Jahre lang als Korrespondent in London erlebt und beobachtet. Teils skeptisch, teils bewundernd. Heute frage ich mich, ob es ohne sie unsere Angela Merkel gegeben hätte. Margaret Thatcher war eine Pionierin in doppelter Hinsicht: Sie war ja nicht nur Englands erste Frau in Nummer 10, Downing Street. Es war ja obendrein – zur Überraschung aller -  die konservative Partei, die die erste Regierungschefin stellte. Das war ein Schock für die Labour Party, die sich ja als die progressive Kraft betrachtete und Stein und Bein geschworen hätte, dass – wenn überhaupt – sie die erste Frau an die Regierungsspitze bringen würde.

Das gleiche geschah dann auch in Deutschland. Angela Merkel wirft man heute vor, dass sie den Sozialdemokraten die Kleider stiehlt. Den ersten „Diebstahl“ dieser Art aber hat

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