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Beiträge von  

  17.04.2014   09:12   Leserkommentare (im Wartemodus)

Das Leben ist ein Weißes Album

Das „White Album“, eine Doppel-LP von 1968, ist eine der späten Studioproduktionen der Beatles. Zurecht gerühmt, obwohl sie einen selbst für die damalige Denke ungewöhnlich idiotischen Songtext enthält („Back in the USSR“). Leute meiner Generation und Sozialisation haben das Weiße Album sicher viele Dutzend Mal abgenudelt, vor allem die erste der beiden Scheiben. Weshalb ihnen die Reihenfolge der Stücke unauslöschlich im Gedächtnis haftet. Also, nach dem Ausklingen von „The Continuing Story of Bungalow Bill“ ertönt ein scharfer Ruf, dann das Riff zu George Harrisons grandiosem „While My Guitar Gently Weeps“. Auf „I’m so tired“ folgt „Blackbird“, und zum Schluss kommt „Julia“. Immer noch, wenn ich „Ob-La-Di, Ob-La-Da“ höre, und sei es in der Fahrstuhlmusikversion, erwartet ein Rezeptor in meinem Gehirn, dass es mit „Wild Honey Pie“ weitergeht. Man nennt das, glaube ich, Konditionierung.

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Kategorie(n): Kultur 

  14.04.2014   16:11   Leserkommentare (1)

Desertec: Eine Vision muss zum Arzt

„Zuletzt der Energiekonzern Eon und die HSH Nordbank, jetzt der Baukonzern Bilfinger: Immer mehr deutsche Firmen ziehen sich aus der Industrie-Initiative DII zurück. Unter dem Namen Desertec war das Konsortium im Jahr 2009 unter großem medialen Brimborium mit der Idee gestartet, in großem Stil Strom aus erneuerbaren Energien in Nordafrika und dem Mittleren Osten zu produzieren, den sogenannten Mena-Staaten. Bis 2050, so damals die Hochrechnung, könnte die EU ein Viertel ihres Stroms aus riesigen Sonnen- und Windkraftwerken in der Wüste importieren.“
http://www.taz.de/Wuestenstrom-Initiative/!136787/
Siehe auch:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/in_den_sand_gesetzt_der_fall_desertec/

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Kategorie(n): Wirtschaft 

  09.04.2014   20:17   Leserkommentare (6)

Trauer muss der Tofu tragen

Deutschland hat einen neuen Medienskandal. Vielleicht den größten seit den gefakten Hitler-Tagebüchern. Zig Millionen potentielle Zuschauer, die vegan leben, wurden um eine wichtige Fernsehsendung betrogen! Sofort brach ein Shitstorm los. Im Visier: der Lakai der tier- und allesverachtenden Fleischmafia, das ZDF. Der Sender hatte, statt sein für den 8. April geplantes „Duell: Vegetarier gegen Fleischesser“ auszustrahlen, kurzfristig einen Bericht über die Suche nach dem Wrack von MH 370 ins Programm gehoben. Auf der Facebook-Seite von Attila Hildmann, dem als Duellant bereits groß angekündigten Starkoch der Veganerschaft, war man sich weitgehend einig: „Hier stinkt doch was!“

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Kategorie(n): Kultur  Bunte Welt 

  07.04.2014   23:24   Leserkommentare (5)

McDoof. Unser Mann für Brüssel

Den Namen David McAllister dürfte kaum ein Achse-Leser kennen. Ich erwähne ihn nur der Form halber. Der Mann, geb. 1971, hat Jura studiert, kam mit 20 Jahren zur CDU, machte in Niedersachsen Parteikarriere. Der übliche öde Politquark halt. Weil Christian Wulff 2010 Bundespräsident wurde, wurde auch der Mac was, nämlich Ministerpräsident von NDS. Die Landtagswahl von 2013 vergeigte die CDU, wenn auch nur knapp. Der Mac entschloss sich, es lieber mal mit Europa zu versuchen. Jetzt ist er CDU-Spitzenkandidat für die anstehende Europawahl. Und verteilt schon mal, als Kostprobe seines künftigen Wirkens als hochbezahlter EU-Dummschwätzer, vor schutzlosen Schülern eines niedersächsischen Internatsgymnasiums Phrasen wie diese: „Unsere Aufgabe ist es, die Begeisterung für Europa von Generation zu Generation weiterzugeben“.

Wenn...

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Kategorie(n):

  04.04.2014   09:41   Leserkommentare (11)

Was in Akif Pirinccis Buch fehlt

„Immer mehr Menschen wählen DKP!“ verkündete der Große Vorsitzende Herbert Mies in den 1970ern regelmäßig, hinsichtlich der Zukunft seiner Volkspartei. „Immer mehr Menschen wollen fleischlos glücklich sein“, schreibt „stern TV“, die Fernsehprogrammbeilage des Magazins, über eine Sendung zum Thema Veganismus. Beide Aussagen beziehen ihren Charme nicht etwa aus der Tatsache, dass sie die Realität leugnen. Sondern daraus, dass ihre Urheber Realität nicht einmal buchstabieren können. Wenn etwas fehlt in Akif Pirinccis Bestseller über das sinnbefreite Deutschland (Untertitel: „Der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer“) dann ist es das anschwellende Gegacker um den Veganismus. Beim Veganismus handelt es sich um das psychopathologische Worst-Case-Szenario des Vegetariertums.

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Kategorie(n): Inland  Kultur  Bunte Welt 

  02.04.2014   10:14   Leserkommentare (6)

Prokon-Update: Carsten allein außer Haus

Was macht eigentlich Carsten Rodbertus? Der charismatische Barfußläufer, Energiewender, Bankenschreck und Gründer der „vorläufig“ insolventen Windkraftfirma Prokon hätte sich beinahe, so schien es nach einem freundlichen Bericht der „taz“ vom 25. März, doch noch an seinem berühmten grauen Langzopf aus dem Sumpf ziehen können. In welchen er sein mit 1,4 Milliarden Euro von insgesamt 74.000 Anlegern ausgestattetes Unternehmen geritten hatte. Er wollte die marode Firma von einer GmbH in eine Genossenschaft umwandeln, hieß es, um auf diese Weise auf der Brücke (und der Payroll) des Havaristen verbleiben zu können. Die Genossen von der taz beobachteten das Manöver gedämpft optimistisch.

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Kategorie(n): Wirtschaft 

  25.03.2014   23:29   Leserkommentare (3)

Das Grauen. Das Grauen. Neues vom Ikea-Krimi

Deutsche Krimireihen triefen vor sozialer Betroffenheit? Es gutmenschelt darin aufs Gruseligste? Noch dazu wird man andauernd mit Problemen belästigt, welche im verkorksten Privatleben der superkaputten Cops gründen und von denen kein Schwein was wissen möchte? Vergessen Sie’s! Ein deutscher TV-Krimi ist ein cooler, schnörkelloser film noir nach bester amerikanisch-französisch-italienischer Tradition, verglichen mit seinem skandinavischen Pendant. Neulich lief im ZDF eine Folge aus der 2. Staffel von „Die Brücke – Transit in den Tod“. Es geht in der dänisch-schwedischen Koproduktion um die Jagd auf einen „Wahrheitsterroristen“, der mit erlesenen Untaten (näht zum Beispiel Teile von einer Prostituierten und einer Stadträtin akkurat zu einer einzigen Leiche zusammen) auf „gesellschaftliche Missstände“ hinweisen möchte. Es handelt sich um:
• Ungleichheit vor dem Gesetz.
• Ignoranz gegenüber Obdachlosen.
• Extreme Einsparungen im psychiatrischen Bereich.
• Fehlende Integration von Ausländern.
.    Allgemeine Gleichgültigkeit gegenüber dem Thema Kinderarbeit.

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Kategorie(n): Kultur 

  22.03.2014   12:06   Leserkommentare (8)

Was in der Gesellschaftsmitte ankommt

Bei jeder ihm passender Gelegenheit lässt das Juste Milieu eine rhetorische Figur Pirouetten drehen. Es handelt sich um die „Mitte der Gesellschaft“. Dort soll längstens „der Rechtsextremismus angekommen“ sein. Das suggerieren Studien, die regelmäßig von Think Tanks wie der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung bei einschlägigen Instituten in Auftrag gegeben werden. Die selbstredend von vornherein festgetackerten Ergebnisse werden von vielen Medien nachgeplappert. In Wahrheit ist der Rechtsextremismus, wie Wahlergebnisse aufzeigen, ungefähr so gesellschaftsmittig wie Katzen grillen, mit Eigenurin anstoßen oder sich vor Nacktfotos rumänischer Knaben einen runterholen. Die politische Bedeutung von stramm rechten, rechtsradikalen oder gar neonazistischen Positionen in Deutschland verhält sich umgekehrt proportional zur Sozialdemokratisierung und Muttifizierung ehemals konservativer Kreise.

Was tatsächlich in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist: eine anschwellende Neigung zu Hokuspokus und Scharlatanerie; zu Aberglaube, Öko-Voodoo, Handauflegen, schamanischen Ritualen und anderen, schwerstspinnerten Heilungsversuchen.

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Kategorie(n): Inland  Kultur  Bunte Welt