18.10.2011   12:49   Leserkommentare (0)*

Pino-Preis vergeben

Der Pino-Preis für Pseudowissenschaft in Politik und Publizistik wird der Agentur für Erneuerbare Energien e.V. für ihre Broschüre „Der volle Durchblick in Sachen Energiepflanzen“ zuerkannt.
Die Agentur für Erneuerbare Energien wird getragen von den Unternehmen und Verbänden der Erneuerbaren Energien und unterstützt durch die Bundesministerien für Umwelt und für Landwirtschaft. Sie betreibt die bundesweite Informationskampagne „deutschland hat unendlich viel energie“, die unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Klaus Töpfer steht. Auf Seite 12 der genannten Broschüre steht der Satz, der die durchgängige Tatsachenverdrehung dieser Schrift perfekt wiedergibt: „Die Vielfalt der Energiepflanzen schafft Artenvielfalt.“ Tatsächlich ist der Anbau von Silomais zur Erzeugung von Bioenergie deutschlandweit auf dem Vormarsch, während der Anbau anderer Getreidesorten stagniert oder zurückgeht. Durch die zunehmenden Monokulturen von Bioenergiepflanzen geht Lebensraum für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten verloren. Dieser Trend wird noch durch die Reaktivierung von Stillegungsflächen zum Zweck des subventionierten Energiepflanzenanbaus verstärkt.

Auch im globalen Maßstab ist die forcierte Förderung der Energiegewinnung aus Biomasse höchst problematisch. Zehn internationale Organisationen, darunter die Weltbank, der Internationale Währungsfonds und die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) kommen in einer Studie zu dem Schluß, daß Subventionen für Biotreibstoffe schnellstens abgeschafft werden sollten. Sie warnen vor steigenden Lebensmittelpreisen durch den Ausbau der Energiepflanzenproduktion – was die Zahl der Hungernden steigen ließe.

Berlin, den 18. Oktober 2011 um 11 Uhr
für die Achse des Guten: Michael Miersch, Burkhard Müller-Ullrich
für das Kuratorium: Prof. Dr.-Ing. Jürgen Althoff, ehem. Vorstandsvorsitzender des TÜV Saarland, Prof. Dr. Joseph H. Reichholf, ehem. SEktionsleiter an der Zoologischen Staatssammlung München, Prof. Dr. Beda M. Stadler, Direktor des Instituts für Immunologie der Universität Bern

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Kategorie(n): Hausnachrichten 

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